Archive for the ‘Teammanagement’ Category

TMS: Teamentwicklung nach Margerison und McCann

Sonntag, März 15th, 2009

Theorien über Gruppendynamik und Teamentwicklung gibt es viele. Die von Margerison und McCann finde ich deshalb erwähnenswert, weil sie einen großen praktischen Bezug hat und eine Methode anbietet, die Teams schnell zum arbeiten bringt.

Charles Margerison und Dick McCann führten in den 80iger Jahren umfangreiche empirische Untersuchungen durch. Ihr Ziel: Sie wollten wissen, was sind die Erfolgs- und Mißerfolgskriterien von Teams. Sie erforschten zwei Bereiche: Erstens die welche Funktionen in einem Team von den Teammitgliedern wahrgenommen werden und zweitens, welche Arbeitspräferenzen die Teammitglieder haben.

Aus ihren Forschungen entwickelten Sie eine Landkarte von 8 Teamfunktionen, von denen alle Befragten in Unternehmen und Teams sagten, dass sie wesentlich zu einer effektiven Teamleistung beitragen. Diese Teamfunktionen sind sozusagen ein Steuerrad. Behält der Teamleiter alle 8 Funktionen im Blick und sorgt dafür, dass sie im Team wahrgenommen werden, dann ist die Grundlage für eine erfolgreiche Teamarbeit geschaffen.

Margerison und McCann entwickelten noch eine zweite Landkarte, die der Arbeitspräferenzen der Teammitglieder. Sie entwickelten einen Fragebogen, mit dem die Arbeitspräferenzen der Teammitglieder ermittelt werden konnten. Der Team Management Profil Fragebogen (TMPF). Die Auswertung des Fragebogens gibt den Teamleitern und Teammitgliedern eine Rückmeldung darüber, wo ihre Stärken in den Arbeitsfunktionen des Teams liegen. Das Teammanagement Systems von Magerison und McCann haben Marc Tscheuschner, Hartmut Wagner in dem Buch TMS Der Weg zum Hochleistungsteam beschrieben.

Hier können Sie sich meine Rezension des Buches herunterladen Rezension TMS Der Weg zum Höchstleistungsteam

Hier geht es zur Internetseite von TMS.

So werden passive Teammitglieder aktiv

Mittwoch, Dezember 19th, 2007

Ist Ihr Team auch so:
Teammitglieder sitzen in den Projektmeetings und schweigen sich gegenseitig an
Drucksten herum, wenn sie nach ihrer Meinung oder nach dem Erledigungsstand von Arbeitspakten gefragt werden

  • Machen Dienst nach Vorschrift
  • Warten darauf, dass Sie ihnen haarklein sagen, was zu tun ist
  • Verschweigen Probleme und warten darauf, dass jemand diese für sie löst.

Nicht jedes Teammitglied ist so. Aber es gibt immer wieder einzelne Teammitglieder, die dieses Verhalten zeigen und diese stecken oft die anderen an.
In einer solchen Situation müssen Sie handeln. Hier ist ein Vorschlag, was Sie tun können:

  • Führen Sie persönliche Gespräche um den Grund für die Passivität herauszufinden.
  • Falls das Problem im Privaten oder Persönlichen liegt, Versuchen Sie dies zu lösen. Geben Sie Tipps, wo das Teammitglied professionelle Hilfen finden kann.
  • Helfen Sie dem oder den Teammitgliedern ihre Arbeit zu strukturieren. Definieren Sie Zwischenschritte und fragen Sie immer wieder freundlich aber bestimmt nach.
  • Falls alles nicht hilft: Nehmen Sie das Teammitglied aus dem Team.

Erfolg durch gute Teamführung

Mittwoch, April 18th, 2007

Wenn am Ende des Projektes das Team stolz auf die Leistungen seines Projektleiters ist, dann ist dies auch ein Ergebnis einer guten Teamführung. Dabei ist Fähigkeit gefordert Teamprozesse wahrzunehmen, zu analysieren und zu gestalten. Eine Fähigkeit, die Sie als Projektleiter mit jedem Projekt und jedem Projektteam immer besser entwickeln werden.
Die sechs wichtigsten Aufgaben eine Projektleiters im Lebenszyklus eines Teams sind:    

  • Die Zusammenstellung des Teams: Achten Sie hier darauf, dass das Team in seiner Gesamtheit alle Fähigkeiten besitzt, die es braucht, um die Aufgabe zu bewältigen. Achten Sie auch darauf, dass sich die Teammitglieder mit ihren emotionalen und sozialen Fähigkeiten ergänzen.
  • Die Gestaltung des Kennen lernens im Team. Geben sie den Teammitgliedern die Möglichkeit, viel von sich zu erzählen. Je mehr die Teammitglieder voneinander wissen, umso besser können Sie sich gegenseitig einschätzen.
  • Rollenfindung im Team: Nutzen Sie Widersprüche und Auseinandersetzungen dazu, dass jeder seine Rolle im Team finden kann. Diese Auseinandersetzungen sind nicht planbar. Sie entstehen bei Besprechungen und Workshops spontan. Versuchen Sie nicht diese zu unterdrücken, sondern fördern Sie deren konstruktive Bewältigung.
  • Festlegen von Regeln und Normen: Legen Sie zusammen mit dem Team die wichtigsten Regeln und Normen für das Team fest. Fördern Sie eine Teamkultur, die diese Regeln unterstützt. Dies gibt den Teammitgliedern Sicherheit für ihr Verhalten und stärkt gleichzeitig das Wir-Gefühl,
  • Vertretung des Teams nach Außen. Sie als Projektleiter tragen die an das Team gestellten Aufgaben und Anforderungen die in das Team. Machen Sie dabei transparent, wem Sie welche Aufgabe übertragen. Diskutieren Sie mit den Teammitgliedern, darüber, wer welche Aufgabe machen soll. Oft ergeben sich hier Lösungen, an die Sie selbst nicht gedacht haben.

ERFOLGS-TEAM: Gemeinsam an den Zielen arbeiten und Projekt effizienter voranbringen…

Montag, Februar 12th, 2007

Ein neues interdisziplinäres Projekt hat begonnen. Ein neues Produkt soll eingeführt werden. Der Marketing-Mitarbeiter, Trainer, Leiter und der Geschäftsführer treffen sich wöchentlich zum „Erfolgsteammeeting“. Sie beginnen mit einer Aufwärmphase, die Ihnen hilft sich auf die Inhalte des Meetings einzustimmen. Das Kernstück des Meetings ist die zweite Runde. Hier bitten sich die Teilnehmer gegenseitig um Unterstützung. Dabei helfen Ihnen Fragen wie die folgenden:

  • Wo bin ich ins Stocken geraten? Wo möchte ich mehr Klarheit?
  • Welche Informationen benötige ich für meinen nächsten Schritt?
  • In welchem Bereich möchte ich besser vorankommen?

Die Teilnehmer schließen ihr Meeting nicht ohne die knappe Stunde reflektiert und Ziele für Ihr nächstes Meeting festgelegt zu haben.

Diese einfache, aber sehr wirkungsvolle Methode wurde von Ulrike Bergmann in den USA entdeckt. Dort sind sie als Success-Team entstanden und hat sich in offenen Gruppen entwickelt. Sie hat die Methode in Ihrem Buch Erfolgsteams beschreiben. Sie lässt sich nicht nur bei neuen Projekten anwenden. Sie eigenet sich auch sehr gut , wenn Führungskräfte sich weiterentwickeln wollen oder Mitarbeiter in einer Matrixorganisation zusammenarbeiten. Auch hier wird das gleich Prinzip angewendet. Die Abteilungsleiter oder die Mitglieder der Matrixorganisation treffen sich in regelmäßigem Abstand zu einer Erfolgsteamsitzung. Der Moderator unterstützt und steuert indem kollegialen Coaching-Prozess, indem er die Zile konkretisiert und die Ergebnisse protokolliert.

Alle Teammitglieder ziehen aus den Treffen einen Nutzen. Denn die Partner im Erfolgsteam kommen sich näher, wachsen zusammen und unterstützen sich bei der gemeinsamen Zielerreichung. Das Erfolgsteam schweißt die einzelnen Mitglieder auch über die reine Arbeitszeit des Erfolgsteams zusammen. Durch das Erfolgsteam entseht eine hohe Verbindlichkeit, indem die Mitglieder sich öffnen und mitteilen verbinden Sie sich mit den anderen Team-Partnern. Eine offene, wertschätzende und ergebnisorientierte Kommunikation wird verbessert und zielorientiertes Handeln gesteigert.

Szilard Sarosi hat bisher drei Erfolgsteams organisiert und bietet diese Methode als Berater seit 5 Jahren im Inhouse-Bereich an. Ihm verdanke ich den Tipp zu dieser Methode.

Und mehr über Szilard Sarosi unter der folgenden Internetadresse:
http://www.sarosi.de/

 

Teamregeln: Die Basis für eine gute Zusammenarbeit

Donnerstag, Februar 8th, 2007

Wie gut die Zusammenarbeit im Team klappt wird durch die Regeln bestimmt, nach denen die Teammitglieder handeln. Von der Vielzahl der Regeln sollten diejenigen schriftlich dokumentiert werden, die für die Zusammenarbeit die größte Bedeutung haben. Dies sind meist sieben bis neun Regeln oder Normen, die nicht verletzt werden dürfen. Mit Ihnen stellt das Team sicher, dass Arbeitsprozesse reibungslos verlaufen. Der Nutzen formeller Regeln besteht darin, dass sie kommunizierbar sind. Sie sind die formellen Regeln des Teams, sozusagen seine Teamverfassung. Diese Regeln sollten Sie sichtbar in den Räumen des Teams aufhängen.

Hier sind einige Vorschläge für Regeln, die sich ein Team geben sollte:

  • Jeder erkennt den anderen als gleichwertigen Partner an.
  • Jeder hat immer zu 100% subjektiv recht.
  • Die Rollen in unserem Team können sich ändern.
  • Jeder übernimmt die Aufgabe eines anderen, wenn dies erforderlich ist.
  • Meinungen sollen ständig herausgefordert werden. Schweigen bedeutet nie Zustimmung.
  • Zuhören ist genauso wichtig wie reden.
  • Konflikte werden nicht verschleiert, sondern aufgedeckt.
  • Meinungsverschiedenheiten sind keine Störfaktoren sondern der Anstoß für eine Konfliktklärung oder eine Verbesserung.
  • Innerhalb unseres Teams kritisiert und tadelt niemand den anderen.
  • Jede Meinung oder Erfahrung kann in Frage gestellt werden.
  • Jeder kann seinen Lernbedarf deutlich gemacht machen.
  • Im Team hat jeder die Informationen, die er braucht.
  • Alle Unterlagen stehen jedem immer zur Verfügung.
  • Entscheidungen werden nicht durch Mehrheitsbeschluss, sondern durch Einstimmigkeit gefällt werden.
  • Keiner führt eine Aktivität aus, die nicht vorher beschlossen wurde.
  • Jeder weiß immer, was die anderen tun.
  • Entscheidungen, Diskussions-/ Arbeitsergebnisse werden laufend festgehalten und visualisiert.
  • Neue Aspekte und Zielabweichungen werden immer kommuniziert und besprochen.
  • Die Einhaltung der Regeln wird beachtet. Sind die Regeln nicht mehr hilfreich, so müssen sie diskutiert werden.

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