Archive for the ‘Pr’ Category

Reden ist Silber, schweigen ist Gold – Pausen in der Präsentation

Dienstag, Juni 12th, 2007

Diese Redensart kommt jedem über die Lippen, wenn er einen Vielredner stoppen will. Die Redensart hat aber noch eine andere Bedeutung. Sie besagt, dass Schweigen, gezielt eingesetzt einen hohen Wert hat. Setzen Sie Schweigen als Stilmittel in Ihren Präsentationen ein. Hierzu einige Ratschläge: 

  • 5 Sekunden zu Beginn; Damit erzeugen Sie Aufmerksamkeit: Wenn Sie mit Ihrer Präsentation beginnen wollen, sagen Sie erst einmal gar nichts – und schauen in die Runde. Kehrt noch keine Ruhe ein, sagen Sie nur: „Meine Damen und Herren“ – mehr nicht. Warten Sie 5 Sekunden, bevor Sie anfangen.
  • 3 Sekunden bei besonders wichtigen Stellen: Damit bauen Sie Spannung auf. Wenn Sie eine Aussage besonders hervorheben wollen oder eine Rhetorische Frage gestellt haben, machen Sie eine etwas längere Pause: „Ich kann nur noch darauf hinweisen …“ – 3 Sekunden Pause – „… dass, …“
  • 1 Sekunde bei einem Appell: Damit fordern Sie die Teilnehmer auf, etwas zu tun. „Und ich bitte Sie inständig, …“ – 1 Sekunde Pause – „… Lassen Sie uns in Zukunft …“
  • 3 Sekunden nach der Ankündigung des Schlusswortes: Damit heben Sie den Schluss hervor. Nachdem Sie Ihr Schlusswort angekündigt haben. „Ich komme jetzt zum Schluss und fasse das Wichtigste für Sie zusammen: …“ – 3 Sekunden Pause – „… Unser Produkt …“

Verkaufen wie Steve

Montag, Juni 4th, 2007

Steve Jobs, CEO von Apple, gestaltet jede Präsentation wie eine kleine Show. Nach einem dramatischen Beginn folgt die Produktpräsentation. Nach einem großen Schluss,folgt immer auch noch eine Zugabe. Die Verkaufszahlen von Apple zeigen, dass seine Präsentationen nicht wirkungslos bleiben. Wenn Sie wollen, dass Ihre Präsentationen auch Wirkung zeigen, dann nehmen Sie sich die folgenden Tipps von Steve Jobs zu Herzen: 

  • Verkaufen Sie Erfahrung: Die meisten Techniker verkaufen Ihre Produkte indem Sie sich auf die Technik konzentrieren. Nicht so Steve Jobs. Als er den 30 GB iPod vorstellte erklärte er, dass das Gerät 7500 Lieder, 25000 Photos oder mehr als 35 Stunden Video aufzeichnen kann. Kurz gesagt, nicht wie die Technologie funktioniert steht im Vordergrund, sondern das, was Sie für den Kunden leistet.
  • Nutzen Sie Bilder: Steve Jobs liebt keine Power Point Präsentationen. Stattdessen zeigt er Folien mit wenig Text und eindrucksvollen Bildern.
  • …und was ich noch sagen wollte: Am Ende jeder Präsentation benutzt Steve Jobs immer wieder die Redewendung …und was ich noch sagen wollte…, bevor er eine weitere neues Produkt oder Leistungsmerkmal ankündigt.

Keine Diskussion am Ende der Präsentation – Was tun?

Freitag, Mai 4th, 2007

Ich habe viele Präsentationen erlebt, die nie ein richtiges Ende fanden. Entweder die Zeit war zu knapp und der Referent brach seine Ausführungen mehr oder weniger ab. Oder – es war noch Zeit, aber keiner der Teilnehmer stelle eine wirklich sinnvolle Frage und die Diskussion plätschert dahin. Als was tun?
Der Einstieg in die Diskussion muss genau so geplant werden, wie die Diskussion selbst. Dazu können Sie die folgenden Möglichkeiten nutzen:  

  • Formelle Eröffnung: Fordern Sie die Teilnehmer förmlich auf, Fragen zu stellen, Anmerkungen zu machen oder einen Diskussionsbeitrag zu leisten.
  • Offene Frage: Mit einer offen Frage laden Sie die Teilnehmer ein, Ihre Meinung zu äußern. Mit der Frage können Sie auch die Richtung der Diskussion bestimmen.
  • Provokante Frage: Mit einer provokanten Frage locken Sie die Teilnehmer zum Widerspruch heraus. Diesen können Sie wieder nutzen, um Ihre Argumente zu verdeutlichen.
  • Abschlusschart: Visualisieren Sie auf dem Abschlusschart Ihre Aufforderung zur Diskussion.
  • Schweigen und ein fragender Blick in die Runde: Durch Schweigen fühlt sich jeder aufgefordert die Stille zu durchbrechen. Nutzen Sie diesen psychologischen Druck, um die Diskussion in Gang zu bringen.

Keine Angst vor Lampenfieber

Dienstag, März 27th, 2007

Lampenfieber ist die Angst oder Nervosität des Schauspielers oder Musikers unmittelbar vor dem Auftritt. Außerhalb dieses Rahmens nennt man Lampenfieber Redehemmung oder die Angst sich vor einer großen Zuhörerschaft zu Wort zu melden, Fragen zu stellen oder einen Wortbeitrag zu geben. Allgemein ist Lampenfieber ein subjektives Erleben, dass an eine unmittelbar bevorstehenden Kommunikations- oder Interaktionssituation geknüft ist. Es ist irrational und damit auch nicht durch rationale Argumente zu beseitigen.

Die folgende Übung hilft, die Ängste vor Verwundbarkeit und Hilflosigkeit auf eine erträgliches Maß zu reduzieren:
Nutzen Sie jede Gelegenheit für einen „öffentlichen Auftritt“.  Beobachten Sie, welche Reaktionen dies in im Körper auslöst. Z..B. Rot werden, trockener Mund oder zittern. So bekommen Sie langsam ein Gefühl dafür, was in ihrem Organismus vorgeht.
Ein erster Schritt zur Bewältigung der Symptome ist die Beantwortung der folgenden Fragen:

  • Wovor hatte man Angst?
  • In welchen Augenblicken traten die ersten Angst- oder Stresssymptome auf?
  • Gab es einmal einen realen Grund für eine solche Angst?
  • Besteht dieser Grund heute noch?
  • War er in der heutigen Situation wirklich vorhanden?
    Was hätte im schlimmsten Fall wirklich passieren können?
  • Falls man dem „Auftritt“ ausgewichen ist, sollte man sich die folgende Frage stellen: Was hätte anders sein müssen, damit ich mich öffentlich präsentiert hätte?

 

Inszenieren Sie Ihre Charts

Freitag, März 23rd, 2007

Mit Grafikprogrammen erstellte Präsentationen verführen dazu, die Charts fast übergangslos hintereinander einzublenden. Dies überfordert die Zuhörer, da diese keine Zeit haben die Informationen zu verarbeiten. Es ist deshalb besser, jedes Chart anzukündigen, einzublenden, kurz wirken zu lassen und dann erst mit der Erläuterung zu beginnen.

Die Abfolge der Charts wird dann in der folgenden Reihenfolge durchgeführt:
1. Chart abbinden: „Das war der Punkt.. und daraus ergibt sich die Frage, der Aspekt, das Thema…“
2. Neues Chart ankündigen: „Den sehen sie auf dem folgenden Chart“
3. Neues Chart einblenden und kurz wirken lassen, damit sich die Teilnehmer orientieren können.
4. Chart erklären: Bei Bedarf kann eine Zeigehilfe verwendet werden. Jedoch sollte man sich dabei nicht zur Projektion hindrehen. Während der Erklärung sollte man die Teilnehmerreaktionen beachten und ggf. Fragen stellen oder auf Fragen eingehen.
5. Weiter wie bei 1.

Wechsel Sie die Position!

Freitag, März 16th, 2007

Eine Präsentation ist ein Kunstwerk, bei dem drei Elemente zusammenwirken, die Folien, das was dazu gesagt wird und die Bewegung desjenigen der Präsentiert. Vor allem dem letzten Aspekt schenken die meisten zu wenig Aufmerksamkeit. Mit einem Standortwechsel unterstützen Sie das, was Sie sagen, bringt Sie als Person in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und absorbiert ihre Nervosität und sorgt so für Ihre Entspannung.

Die 3 wichtigsten Signale eines Standort- oder Positionswechsels sind:

Vorwärtsbewegung: Damit machen Sie deutlich, dass Sie an einem wichtigen Punkt Ihrer Präsentation angekommen sind.
Rückwärtsbewegung: Damit zeigen Sie den Teilnehmern, dass Sie eine Idee zu Ende geführt haben und die Teilnehmer kurz entspannen können.
Seitwärtsbewegung: Damit signalisieren Sie den Übergang von einer Idee zur nächsten/von einem Punkt zum anderen. 

Gute Sprachfähigkeit steigert die Wirkung von Projektpräsentationen

Freitag, März 9th, 2007

Gute Charts sind die halbe Miete einer guten Präsentation. Aber nur die halbe. Die andere Hälft wird durch eine gute akustische Wirkung erreicht. Erst dann wenn Sie als Projektleiter auch gut von den Teilnehmer zu verstehen sind und diese ihnen gerne zuhören, erhalten ihre Charts die richtige Wirkung.
Um eine gute akustische Wirkung zu erziehlen ist keine ausgefeilte Rhetorik erforderlich, wenn die folgenden Grundregeln eingehalten werden:
Lautstärke. Sie ist dann richtig gewählt, wenn die Teilnehmer in der letzten Reihe den Referenten gut, d.h. ohne Mühe, verstehen können. Dies wird durch ein artikuliertes und deutliches Sprechen unterstützt.
Modulation. Damit ist das Auf- und Ab der Stimmführung gemeint. Eine gleichmäßige Modulation wirkt eintönig und ermüdend. Durch die Modulation werden wichtige Stellen durch ein Anheben der Stimme kenntlich gemacht.
Sprechtempo. Das Sprechtempo muss der Hörkapazität der Zuhörer angemessen sein. Ein zu schnelles Sprechen birgt die Gefahr, dass die Teilnehmer nicht mitkommen, ein zu langsames Sprechen, dass sie sich mit anderen Gedanken beschäftigen. Der Blickkontakt mit den Zuhörern kann hier als Feedbackmöglichkeit genutzt werden. Kurze Redepausen helfen sowohl dem Zuhörer und Referenten kurz zu verschnaufen und sich neu zu konzentrieren.
Satzlänge und Satzbau. Gesprochene Sätze, die mehr als 15 Wörter enthalten werden von den meisten nicht mehr verstanden. Besonders wichtig dabei ist, dass das Satzende durch ein Sinken der Stimme und der Satzanfang durch ein heben der Stimme gekennzeichnet wird. Dies hat auch Konsequenzen für den Satzbau. Dieser sollte im Wesentlichen aus Hauptsätzen bestehen. Die Hauptaussage liegt dabei im Verb. Substantivierungen, wie sie in der Amtssprache üblich sind, sollten deshalb vermieden werden.
Fachbegriffe. Die verwendeten Fachbegriffe müssen dem Kenntnisstand der Zuhörer angemessen sein. D.h. sie sollten dann angewendet werden, wenn  sie zum Sprachschatz der Zuhörer gehören, aber vermieden werden, wenn man sich nicht sicher ist, dass sie von den Zuhörern verstanden werden.

 

KISS: eine Erfolgsformel für Präsentationen

Mittwoch, März 7th, 2007

Kennen Sie Präsentationen bei denen die Folien randvoll im wahrsten Sinne des Wortes sind?
Die Wirkung solche Präsentationen ist meist nicht sehr groß, denn die Zuhörer verlieren sich in der Vielfalt der angebotenen Informationen. Wirkungsvoll sind Präsentationen dann, wenn Sie die Botschaft auf den Punkt bringen.  Dafür gibt eine Formel, die sich sehr einfach merken lässt: KISS heißt übersetzt nicht nur Kuss sondern steht für „Keep It Short and Simple“ und heißt frei übersetzt: Gestalten Sie ihre Präsentationen kurz und einfach.

Übersetzt auf die Gestaltung von Folien für eine Präsentation heißt dies:

  • Jeder neue Gedanke braucht auch eine neue Folie.
  • 7 Wörter pro Zeile und 7 Zeile pro Folie sind genug.
  • Jede Grafik ist das Abbild eines Gedankens
  • Jede Folie hat nur ein grafisches Element
  • Jeder Zuhörer der Präsentation sollte zwei bis drei Minuten Zeit haben, sich mit einer Folie auseinanderzusetzen.

KISS heißt auch: Weniger ist mehr, besser und erfolgreicher.

Wenn der Wind der Veränderung weht…

Samstag, März 3rd, 2007

…bauen die einen Mauern und Andere Windmühlen. So können Sie eine Präsentation einleiteten, wenn Ihr Projekt für viele eine Großer Veränderung bedeutet. Zitate sind ein guter Einstieg, gerade dann, wenn die Teilnehmer auch emotionale angesprochen werden sollen.

Die folgende Sammlung von Zitaten zum Thema Veränderung ist eine gute Quelle für einen gelungen Einstieg in eine Präsentation:

Leben ist Bewegung und Bewegung heißt Veränderung. Wer nicht bereit ist, sich zu verändern, wird auch nichts bewegen.

Allen Fortschritt verdanken wir den Unzufriedenen. Zufriedene lieben keine Veränderung.
(Salvatore Quasimodo (1901 – 1968), italienischer Lyriker, Kritiker und Übersetzer, 1959
Nobelpreis für Literatur)

Nur wer Veränderungen akzeptiert, kann auch wachsen.
(Paul Wilson (*1946), USamerikanischer Erzähler, Essayist und Aphoristiker)

Wir müssen selbst die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen.
(Mohamdas Karamchand, genannt >Mahatma< Gandhi (1869 - 1948), indischer Rechtsanwalt, Staatsmann und Reformer)  
Gewöhne dich an den Gedanken, dass die Natur nichts so sehr liebt wie vorhanden Formen zu
ändern und ähnliche neue zu schaffen.
(Marc Aurel)

„Viele kleine Leute,
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Dinge tun,
werden das Gesicht der Welt verändern.

(Afrikanisches Sprichwort)

Be the change, you want to see in the world!

Und plötzlich ist die Leinwand dunkel…

Freitag, März 2nd, 2007

Der Albtraum eines jeden Projektleiters. Tagelang wurde an der Präsentation gefeilt, Raffinessen in Darstellung der Charts eingebaut und die Präsentation sogar vor dem Projektteam geübt. Doch im entscheidenden Moment streikt die Technik. Der Stress steigt ins unermessliche und die Wirkung der Präsentation geht gegen Null.
Die folgenden Tipps helfen, auch diese Situationen souverän zu meistern.

Der Laptop zeigt ein Bild, jedoch der Beamer projiziert es nicht.
Dies liegt daran, dass der Ausgang des Lap Tops kein Signal hat. Mit der Taste F4, F8 bzw F10 können die Signale umgeschaltet werden. Durch drücken der Taste kann zwischen den Funktionen Bild auf dem Laptop, Bild auf dem Beamer oder Bild auf beiden umgeschaltet werden. Man sollte jedoch nicht gleich weiter schalten, wenn sich kein Effekt zeigt. Es dauert in der Regel einige Sekunden bis die Umschaltung erfolgt ist.

Das Bild ist unscharf
Hier kann die Schärfeeinstellung des Beamers nicht korrekt sein oder wenn diese korrekt ist, die Auflösung des Lap Tops mit der des Beamers nicht übereinstimmen. Abhilfe erreicht man dadurch, dass man die Auflösung des Lap Tops heruntersetzt.

Das Projektionsbild verschwindet bei längeren Pausen.
Wenn Beamer und Lap Top einwandfrei funktionieren, liegt dies daran, dass sich der Energiesparmodus des Lap Tops eingeschaltet hat. Dieser sollte entweder auf maximale Dauer eingestellt oder ganz ausgeschaltet sein.

Totalausfall
Hier hilft nur der Umstieg auf ein anderes Medium. Entweder Ersatzbeamer oder das mitgebrachte Back up. Auf jeden Fall sollte man nicht probieren, den Beamer zu reparieren. Besser ist es, einer vorgezogen kurze Pause zu machen und die Technik umzurüsten und dann mit dem neuen Medium weiter zu machen. 

Eine Checkliste für die schnelle Hilfe bei technischen Problemen finden Sie unter der folgenden Internetseite:

http://www.systemische-organisations-beratung.de/softskills/download/pdf/technische-probleme_V1.pdf