Archive for the ‘Business Knigge’ Category

So stellen Sie sich wirkungsvoll vor

Mittwoch, Mai 16th, 2007

„Mein Name ist Bond. James Bond“. Die ist wohl die bekannteste Vorstellungsformel. Ihr Vorteil: Sie ist knapp und einprägsam. Ihr Nachteil: Verbreitet über viele Film weckt Sie Assoziationen mit dem Filmhelden und wirkt klischeehaft. Wenn Sie sich vorstellen, sollten Sie sich genau überlegen, welchen ersten Eindruck Sie hinterlassen wollen. Denn so wie sich Vorstellen, öffnen Sie bei Ihrem Gegenüber Türen oder werden vielleicht gleich in eins Schublade gesteckt, in die Sie nicht wollen.   

Hier sind drei Vorschläge, wie Sie sich wirkungsvoll vorstellen können:

  • „Ich bin Petra Projetzki“ So stellen Sie sich vor, wenn Sei mit Sie und Ihrem Nachnahmen angeredet werden wollen..
  • „Ich bin Petra Projetzki. Sagen Sie einfach Petra.“ Das heißt: Sprechen wir uns mit dem Vornahmen an. Aber bleiben wir aber beim Sie.
  • „Ich bin Petra Projetzki. Petra.“ So bieten Sie mit der Vorstellung Ihrem Gegenüber auch gleich das Du an. Aber: Denken Sie daran, dass nur hierarchisch höher stehende, Frauen oder Ältere die Initiative zu Du ergreifen sollten..

Sie oder Du ist hier die Frage

Samstag, März 10th, 2007

Spätestens seit IKEA alle Kunden duzt es unverkennbar, dass die Welt des „Sie“ und „Du“ durcheinandergeraten ist. Längst vergangen sind die Zeiten, in denen die Arbeiter in den Werkhallen sich duzten und die Angestellten in den Büros per Sie waren. „Sie“ und „Du“ geht in unseren Organisationen durcheinander. Jedes Projekt Kick Off stellt die Teammitglieder vor die Frage: Wie rede ich meine Kollegen an?
Der große Knigge gibt dazu die folgenden Antwort:

  • Stellen Sie sich die folgenden Fragen, bevor Sie jemand das Du anbieten?
    • Versprechen Sie sich Vorteile von der Duz-Freundschaft?
    • Ist Ihnen die Person sympathisch?
    • Wollen Sie die Person durch das Duz-Angebot aufwerten?
    • Fühlen Sie sich verpflichtet?
  • Gute Zeitpunkte für ein Duz-Angebot sind: Momente ohne Stress und Zeitdruck; Momente, in denen Sie sich gut verstehen, einer Meinung sind, einen gemeinsamen Erfolg hatten; Gelegenheiten auf Betriebsausflügen, Firmenfeiern, privaten Feiern, bei Essenseinladungen – allerdings nicht aus einer Bierlaune heraus!
  • Formulieren Sie Ihr Angebot so, dass Ihr Gegenüber es notfalls ausschlagen kann, etwa: „Wir arbeiten jetzt schon so lange harmonisch und konstruktiv miteinander – wollen wir uns nicht duzen?

Wie halten Sie es in Ihren Projekten mit dem „Sie“ oder „Du“ oder sollte ich lieber sagen, wie haltet Ihr es mit dem „Du“ oder „Sie“.
Ich bin gespannt auf Eure – pardon Ihre – Antworten!

Des Projektleiters lästige Besucher

Donnerstag, Februar 22nd, 2007

Wer hat nicht gerne Besuch? Wahrscheinlich jeder, wenn die Besucher zu einer Zeit kommen, in der man selbst Zeit hat. Der Berufsalltag eines Projektleiters ist jedoch meist so gedrängt, dass außerplanmäßige Besuche eher stören als erwünscht sind. Denn sie bringen den Tagesablauf durcheinander und verhindern, dass wichtig Arbeiten erledigt werden. Dem Projektleiter stellt sich die Frage, wie werde ich diese Besucher los, ohne unhöflich zu sein.
Die folgenden Tricks können dabei helfen:

  • Tritt ein Kollege ins Büro, von dem Sie wissen, dass er andere gerne in ein Gespräch verwickelt., dann nehmen Sie eine Mappe in die Hand  und tun so, als wollten Sie gerade das Büro verlassen.
  • Fragen Sie einen geschwätzigen Gast nie: „Wie geht es ihnen?“ Ein Redeschwall ist dann meist die Folge. Fragen Sie lieber: „Was kann ich für Sie tun?“
  • Wenn Ihr Büro als Treffpunkt und Diskussionsforum missbraucht wird, dann greifen sie hart in der Sache aber weich im Ton durch: „Tut mir leid, aber ich muss arbeiten. Setzt Euch doch bitte in den Besprechungsraum!“

Small Talk im Fahrstuhl

Montag, Februar 19th, 2007

„Am liebsten würde ich warten, bis ich alleine im Fahrstuhl fahren kann.“ Dachte Peter P. als er in den 6. Stock des Bürogebäudes fahren wollte und noch zwei ihm fremde Menschen in den Fahrstuhl stiegen. Die Minute ist lang, wenn man schweigsam im Fahrstuhl nebeneinander fährt.
Besser ist, die Initiative zu einem kurzen Small Talk zu ergreifen:
Stellen Sie sich neben die Bedienungsknöpfe und fragen die Mitfahrer: „In welche Etage müssen Sie? Ich drücke für Sie.“ Nach dem Danke des oder der Mitfahrer können Sie dann sagen: „Gern geschehen, ich freue mich immer, wenn ich helfen kann.“ Und falls Sie vermuten, dass der Mitfahrer fremd ist, dann schließen Sie mit der folgenden Bemerkung an: „Waren Sie schon einmal hier?“  oder „Wie gefällt Ihnen die Stadt, das Gebäude?“ oder Kennen Sie sich hier aus, ich suche…“
Und falls Sie den Mitfahrer schon mehrmals gesehen haben dann sagen Sie: „Wir begegnen uns ja hier ab und zu. In welcher Abteilung arbeiten Sie?“ oder „Schön, dass wir uns hier treffen. Es dauert zwar nur einige Etagen, aber immerhin… Ist bei Ihnen viel zu tun?“
„Wie gut, dass ich Herrn X hier kennen gelernt habe.“ Dachte Peter P. als er den Fahrstuhl verließ. 

Wer ist denn das nur?

Samstag, Februar 3rd, 2007

Diese Frage stellt sich Projektleitern immer wieder. Sie treffen in Meetings oder bei Verhandlungen auf Leute, die sie vorher noch nie gesehen haben, oder die sie gesehen haben, deren Namen ihnen aber gerade in dieser Situation nicht mehr in den Kopf kommt. Statt einer direkten Anrede werden nur allzu oft umständliche Formulierungen benutzt. Mit den folgenden Tipps ist jeder Projektleiter gut gerüstet, wenn er jemand trifft, dessen Namen er nicht parat hat.
 
Wenn man den Namen nicht kennt,…
…dann sollte man ihn unauffällig erfragen.
Tipp:

  • Stellen Sie sich vor: „Mein Namen ist…“. In den meisten Fällen stellt sich dann auch Ihr Gegenüber vor. 
  •  Sollte sich Ihr Gegenüber nicht vorstellen und stattdessen nur mit einem „Guten Tag“ antworten, dann fragen Sie: „Und Sie sind…“
  • Falls Sie den Namen nicht richtig verstanden haben, sollten Sie Ihr gegenüber lieber nochmals fragen als ihn gar nicht oder mit dem falschen Namen anzureden.

Wenn man den Namen vergessen hat,…
…dann sollte man dies zugeben. Damit macht man den kleinen Fauxpas wieder gut.
Tipp:
Zeigen Sie dem Gegenüber, dass Sie nur seinen Namen, nicht aber ihn als Person vergessen haben.
Leiten Sie Ihr Bekenntnis mit den Worten ein:Zeigen Sie dem Gegenüber, dass Sie nur seinen Namen, nicht aber ihn als Person vergessen haben.Leiten Sie Ihr Bekenntnis mit den Worten ein:

  • „Es tut mir leid, aber ich habe ein furchtbar schlechtes Namensgedächtnis.“
  • „Im Moment habe ich einen totalen Black Out.“
  • „Ich bitte Sie um Verzeihung, dass ich Sie noch einmal nach ihrem Namen fragen muss.“
  • „Ich hoffe sehr, dass Sie es mir nicht all zuübel nehmen; aber bitten nennen Sie mir Ihren Namen nochmals.“