Archive for Juni, 2009

Interpersonal Skills – Jetzt auch im PM Bok 4th Edition

Sonntag, Juni 21st, 2009

Das Projektmanagement nicht nur darin besteht die harten Fakten im Projekt zu managen wissen viele. Jedoch beschränkte sich der Standard des PMI Institutes (A Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK Guide) – Fourth Edition) hauptsächlich auf diese Fakten. Mit der 4th Edition, die seit auf Ende letzte Jahres dem Markt ist und ab Juli auch für die Zertifizierungen zu Grunde gelegt wird, hat sich dies etwas geändert. Zumindest im Anhang auf fünf Seiten 8 sogenannte Interpersonal Skills beschrieben.

Und dies sind die Folgenden:

Leadership (Führen): Führen heißt: Die Fähigkeit Dinge durch andere tun zu lassen. D.h. Gruppen oder Menschen zu einem gemeinsam Ziel zu führen und sie dazu zu bringen, als Team zu arbeiten. In der Anfangsphase des Projektes bedeutet dies, die Vision des Projektes zu vermitteln, Mitarbeiter zu motivieren eine hohe Leistung zu erbringen. Während des Projektverlaufes bedeutet führen, die Vision zu stärken, das Team zu entwickeln, Mitarbeiter zu unterstützen und die Leistung des Teams zu kontrollieren.

Team building (Teams entwickeln): Teamentwicklung ist ein Prozess, der einer Gruppe von Individuen hilft, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und mit den anderen Teammitglieder, den Stakeholdern und Projektexternen zusammen zu arbeiten. Das Ergebnis der Teamentwicklung ist Teamarbeit im Projekt.

Motivation (Motivieren):Motivation im Projekt beruht darauf, dass das Projektergebnis erreicht wird und dabei sich die Projektmitglieder mit Ihren Interessen und Wünschen optimal einbringen können. Zur Motivation gehört die Zufriedenheit mit der Arbeit, Leistungsorientierung, Wachstum, finanzieller Ausgleich und Anerkennung im Projekt und Unternehmen.

Communication (Kommunizieren): Kommunikation ist einer der Gründe, warum Projekte erfolgreich sind oder scheitern. Gute Kommunikation im Projektteam, den Teammitgliedern und dem Projektleiter und dem Stakeholdern ist für den Projekterfolg entscheidend. Sie die Grundlage für Teamarbeit, hohe Leistung, gute Beziehungen und Vertrauen.

Influencing (Einfluss nehmen): Einflussnahme ist eine Strategie, um Andere für ein gemeinsames Ziel zu gewinnen. Einfluss wird genommen durch vorbildliches Führen, Transparenz bei Entscheidungen, flexibler persönlicher Stil und langfristige Kooperationen.

Decision making (Entscheiden): In der Projektarbeit gibt es vier unterschiedliche Formen der Entscheidungsfindung: Anordnen, Sich beraten lassen, Konsens herstellen und Fall-zu-Fall-Entscheidungen.

Political and cultural awareness (Politische und kulturell sensible sein): Projektleiter sind erfolgreich, wenn sie die Machtgefüge im Projekt und der Organisation nutzen können. Aber auch das Gegenteil ist der Fall: Ignoranz gegenüber politischen Strömungen und der unangemessen Einsatz von Macht können zum Misserfolg führen. Projekte sind auch mehr und mehr in interkulturellen Umgebungen tätig. Wenn die kulturellen Unterschiede verstanden werden, dann kann das Projektteam eine Grundlage für gegenseitiges Verständnis und Vertrauen schaffen.

Negotiation (Verhandeln): Verhandlungen sind Meetings mit Partnern, die gleiche und unterschiedliche Interessen haben. Die Parteien wollen darüber einen Kompromiss erzielen und das Ergebnis in eine Vereinbarung festhalten.

Managementwissen für Projektleiter

Samstag, Juni 20th, 2009

Ein Projektleiter ist eine Führungskraft. Und dies bedeutet: Auch eine Projektleiter braucht Managementwissen, um seine Projekte erfolgreich durchzuführen.

So verlangt auch das Project Management Institute für die Zertifizierung zum Projektleiter Grundkenntnisse der wichtigsten Managementtheorien. Für einen Projektleiter, der sich zum Project Management Professional zertifizieren lassen will sollten Begriffe Hawthorn Effect, Expectancy Theorie oder die Force field analysis keine Fremdwörter sein.

Ich habe hier die Theorien zusammengetragen, die Sie als Projekteleiter kennen sollten:

Frederick Winslow Taylor: Taylor rationalisierte bei Ford die Arbeit durch betriebliche Arbeitsteilung. Sein Führungsstil beruhte auf Anleitung und Kontrolle.

Elton Mayo: Von ihm stammt der Hawthorn Effect. Mayo hat herausgefunden, dass nicht veränderte Arbeitsbedungen eine Leistungssteigerung bei den Mitarbeitern bewirken, sondern die Aufmerksamkeit die Führungskräfte und das Unternehmen ihnen widmen.

Rensis Likert: Er hat das sogenannte System 4 entwickelt. Bei diesem System werden die Bedürfnisse und Erwartungen der Mitarbeiter mit den organisatorischen Zielen in Einklang gebracht.

Abraham A. Maslow: Sein Beitrag zur Motivationsforschung ist die Bedürfnispyramide. Er geht davon aus, dass die Bedürfnisse des Menschen wie in einer Pyramide aufgebaut sind. Die Pyramide beginnt mit den physischen Grundbedürfnissen. Erst wenn diese befriedigt sind, kann die Erfüllung des Bedürfnisses nach Sicherheit zur Motivation beitragen. Und so geht es die Pyramide nach oben. Nach dem Sicherheitsbedürfnis kommen soziale Bedürfnisse und danach das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Diese Bedürfnisse werden als Defizit Motive bezeichnet. Erst wenn diese befriedigt kommt die Motivation zum Wachstum und zur Weiterentwicklung zum tragen.

Frederick Herzberg: Er entwickelte die Bedürfnispyramide weiter und unterscheidet zwischen Hygienefaktoren und Motivationsfaktoren. Hygienefaktoren werden von Mitarbeitern normalerweise nicht wahrgenommen. Erst dann wenn sie fehlen, wirken sie sich negativ auf die Motivation aus. Zu den Hygienefaktoren gehören: Unternehmenskultur, Arbeitsbedingungen und Gehalt. Zu den Motivationsfaktoren gehören: Weiterentwicklung, Interesse an der Arbeit und Wachstum und Weiterentwicklung zu anspruchsvolleren Tätigkeiten.

Expactancy Theorie: Sie besagt, dass die Erwartungen der Führungskraft das Verhalten des Mitarbeiters bestimmt. Ein Mitarbeiter, von dem viel erwartet wird, leistet auch viel. Das Umgekehrte ist allerdings auch wahr: Ein Mitarbeiter, von dem nicht viel erwartet wird, wird danach auch nicht viel leisten.

Douglas McGregor: Von ihm stammt die Theory der X- und Y- Typen. Führungskräfte vom Typ X gehen davon aus, dass der durchschnittliche Mitarbeiter seine Arbeit nicht mag. Dagegen finden Führungskräfte vom Typ Y, dass der durchschnittliche Mitarbeiter seine Arbeit zufriedenstellend findet.

Kurt Levin: Von Kurt Levin stammt die Kraftfeldanalyse. Es ist eine Methode, mit der eine Gruppe vom kreativen Denken zum kreativen Handeln gelangen kann. Die Methode besteht darin, die Kräfte zu ermitteln, welche die Lösung eines Problems begünstigen oder verhindern.

Larry E. Greiner: Er beschreibt die Entwicklung von Organisationen al seine Entwicklung über fünf Stufen. Jede Stufe endet mit eine Krise die zu einer revolutionären Veränderung führt. Jeder der Phasen ist durch einen dominierenden Managementstil gekennzeichnet. Die Krise entsteht, dass es eine Managementproblem entsteht, dass erste gelöst werden muss, bevor sich die Organisation weiterentwickeln kann. Die wichtigsten Phasen in der Entwicklung sind: Kreativität, Führung, Delegation, Koordination und Kollebaration. Die zugehörigen Lösungen sind: Leadership, Autonomy, Kontrollle Red Tape. Lernkurve: Diese Theorie besagt, dass je öfter eine Theorie durchgeführt wird, umso effizienter wird sie ausgeführt, desto höher ist die Qualität und umso weniger herausfordernd wird sie von den Mitarbeitern empfunden.

Bruce Wayne Tuckman: Von ihm stammen die Entwicklungsphasen für ein Team. Jedes Team durchläuft nach seiner Theorie die folgenden Phasen: Forming, Storming, Norming, Performing und Adjouning. Diese Phasen wiederholen sich in einem Team immer wieder, wenn ein neues Teammitglied hinzukommt oder sich die Ziele und Rahmenbedingungen entscheidend ändern.

Management by…: Unter diesem Begriff werden Methoden der Mitarbeiterführung zusammengefasst. Wichtig im Projektmanagement sind: Managment byException (Delegation von Einzelanscheidungen an die Mitarbeiter im Projekt), Management by Motivation (Führen durch Anreize) und Management by objectives (herausfordernde, erreichbare und messbare Ziele setzen).

Externe Mitarbeiterberatung: Die Externe Mitarbeiterberatung ist unter dem Begriff Employee Assistance Program (EAP) in den USA bekannt geworden. Es ist ein Beratungsangebot, bei dem Mitarbeiter sich bei Problemen an einen Experten wenden können. Ziel ist, den Mitarbeitern bei Problemen zu helfen und damit die Motivation, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten.