Archive for Februar, 2009

Projektleiter müssen Führungsfähigkeiten beweisen

Samstag, Februar 14th, 2009

Projektleiter werden nur allzuschnell zu den Verwaltern ihres Projektes. Mit Akribie und Fleiß erstellen sie Projektpläne, schätzen Kosten, listen Risiken auf und zeigen mit den Statusberichten auf, was mit dem Projekt schiefläuft. Diese Projektleiter beaufsichtigen mehr ihr Projektteam, statt dass sie es führen. Es sind perfekt geplante und überwachte Projekte. Doch der Erfolg stellt sich nicht ein. Schnell bekommt der Projektleiter den Ruf sich nicht durchzusetzen, nicht zu führen und nicht in der Lage zu sein über den Tellerrand hinauszublicken.

Projektleiter dürfen ihr Projekt nicht verwalten, sondern sie müssen es führen. Und hier brauchen sie die gleichen Führungsqualitäten, wie ihre Kollegen in der Linie: Generalistenorientierung, bereichsübergreifendes und unternehmerisches Denken, Durchsetzungsvermögen und Ausstrahlung.

Generalistenorientierung: Das ist die Fähigkeit über die spezifischen fachlichen Details das große Ganze zu überblichen.

Bereichsübergreifendes Denken: Schotten Sie sich nicht gegenüber den Bereichen im Unternehmen ab; Vor allem dann nicht, wenn das Projekt die Interessen der Bereiche berührt und von diesen auch die Projektmitglieder gestellt werden. Vermeiden sie eine „Bunkermentalität“ und alles was als Feindseligkeit gegenüber den Führungskräften in den Bereichen aussehen könnte.

Unternehmerisches Denken: Hier müssen Sie beweisen, dass Sie das Projekt in den unternehmerischen Zusammenhang einordnen können und es wie ein kleines Unternehmen im Unternehmen führen. Denken sie in wirtschaftlichen, kostenorientierten und strategischen Dimensionen.

Durchsetzungsvermögen: Zeigen Sie, dass Sie die Ziele des Projekte alleine erreichen können ohne ständig die Mächtigen zur Hilfe zu rufen. Durchsetzungsvermögen zeigen Sie, indem Sie die Interessen des Projektes gegenüber dem Team, den Lieferanten und anderen Projektbeteiligten vertreten.

Leadership: Der Leader im Projekt zu sein bedeutet, dass sie Mitarbeiter motivieren und an das Projekt binden können. Motivierte Mitarbeiter sind die besten “Werbeträger“ für Ihre Führungsqualitäten.

Ausstrahlung: Seit Obarack Obama wissen wir, wie wirkungsvolle die Ausstrahlung eines Menschen ist und welche Erfolge man damit erzielen kann. Sie müssen als Projektleiter nicht das Charisma eins Barack Obama haben, aber andererseits dürfen Sie auch keine graue Maus sein, die sich nicht von anderen Mitarbeitern unterscheidet. Beeindrucken Sie mit Ihren Präsentation und treten Sie in Meetings selbstbewusst auf. Und vor allem: Orientieren Sie sich in Outfit an den Linienführungskräften. So zeigen sie, dass Sie zum Leiterkreis des Unternehmens passen.

Positive Wirkung sorgt für Projekterfolg

Samstag, Februar 7th, 2009

„In diesem Projekt sind Profis am Werk. Was der Projektleiter und sein Team machen, wird gut.“ Mit einem solchen Image sind Sie als Projektleiter erfolgreich. Aber dieser Erfolg kommt nicht von alleine. Sie müssen sich ihn durch gute Arbeit verdienen. Aber auch die beste Arbeit hilft nicht, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen. Sorgen Sie deshalb dafür, dass ihr Projekt von Anfang an erfolgreich sein kann.
Dabei sollten Sie die folgenden Punkte im Blick haben:

  • Im Projekt müssen Sie alles Fach- und Methodenwissen zur Verfügung haben. Der Projektleiter muss nicht alles wissen, aber in seinem Team muss die Kompetenz versammelt sein, die für die Bewältigung der Projektaufgabe notwendig ist.
  • Das Projekt muss die Ressourcen haben, die es braucht. Dies fängt bei den Menschen an und hört bei so simplen Dingen wie einem arbeitsfähigen PC auf.
  • Sie als Projektleiter müssen die Kompetenzen haben, die Sie für Ihre Entscheidungen brauchen. Ihre besten Ideen nutzen nichts, wenn andere in Ihr Projekt hineinregieren.
  • Auf allen Ebenen muss klar sein, welches Ziel, welche Aufgaben und welcher Nutzen Ihr Projekt hat.
    Ihre Planung muss allen bekannt und von allen getragen werden. Hinter Ihrem Plan muss nicht nur der Auftraggeber, sondern auch Ihr Projektteam stehen.
  • Behalten Sie den Projektfortschritt und die Qualität der Arbeitsergebnisse im Auge.
  • Bereiten Sie die von Projektergebnis Betroffenen rechtzeitig vor. Richtig erfolgreich sind Sie dann, wenn die Menschen von Ihrem Projektergebnis begeistert sind.

Laterale Führung: Führen ohne Chef zu sein

Dienstag, Februar 3rd, 2009

Projektleiter empfinden Ihre Aufgabe als undankbar, weil sie zwar für das Ergebnis verantwortlich sind, aber nur wenige Möglichkeiten haben, ihre Teammitglieder in die Pflicht zu nehmen. Diese sind ihrem Linienvorgesetzten verpflichtet und werden mehr daran gemessen, wie sie die Ziele der Abteilung erfüllen. Projektarbeit ist oft „Nebensache.“

Projektleiter haben zwei Herausforderungen zu meistern:

Fehlender Durchgriff: Er kann seine Teammitglieder zu nichts zwingen. Mehr als jede Führungskraft muss er für die Mitarbeit im Projekt werben, das Team bei Laune halten und dafür sorgen, dass diese die Projektarbeit auch mal ihren Linienaufgaben vorziehen.
Fehlende Motivation: „Welchen Nutzen habe ich von der Mitarbeit im Projekt?“ Auf diese Frage muss der Projektleiter für jeden Mitarbeiter eine Antwort haben. Denn wenn Projektarbeit schon zur „normalen“ Arbeit hinzukommt, dann muss sie sich wenigstens lohnen. Sei es dass die Teammitglieder einen politischen Vorteil haben, in der Organisation sichtbar werden oder ihre Kompetenz erweitern. Nur dann, wenn die Projektarbeit auch den Teammitgliedern persönlich nutzt, werden sie motiviert im Projekt mitarbeiten.

Sind diese Herausforderungen zu schaffen? Das werden Sie sich als Projektleiter fragen. Ja, sie sind es. Dazu müssen sie jedoch die folgenden vier Rollen ausgestalten:

Projekt-Owner: Der Projektleiter ist auch der Unternehmer im Projekt. Das bedeutet: Er ist derjenige, der das Projekt vorantreibt, für das Projekt wirbt und die Arbeiten zum vorgegebenen Termin, mit dem zu Verfügung stehenden Budget und mit der definiert Qualität abgeschlossen werden.

Rahmen-Geber: Jedes Projekt hat einen Rahmen. Dies merkt der Projektleiter spätestens dann, wenn er ihn überschreitet. Der Rahmen ist von der Organisation vorgegeben und legt fest, welche Freiheiten das Projekt hat. Ein weiterer Rahmen ist durch das Team bestimmt: Dieser Rahmen legt fest, in welcher Weise der Projektleiter auf das Team zugreifen kann. Und es gibt noch einen dritten Rahmen: Das sind die persönlichen Bedingungen, unter denen der Projektleiter seine Aufgaben durchführen kann.

Führungskraft: Selbst wenn der Projektleiter keine disziplinarische Führung hat, so hat er für seine Teammitglieder die fachliche Verantwortung und ist auch ihr Ansprechpartner, wenn es um Konflikte mit den Linienaufgaben geht. Je besser der Projektleiter die Teammitglieder bei ihren Aufgaben im Projekt hilft, umso mehr werden sie ihn auch in seiner Führungsrolle im Projekt anerkennen.

Teamleiter: Projektarbeit ist Teamarbeit und der Projektleiter ist für die Entwicklung des Teams uns seine Arbeitsfähigkeit verantwortlich. Er muss Prozesse in Gang setzen, mit denen sich ein Team formen und eine Teamkultur entwickeln kann. Und immer wieder muss er dafür sorgen, dass das Team arbeitsfähig bleibt. Das heißt: Teambesprechungen organisieren, das Teamklima fördern und helfen Konflikte im Team zu bewältigen.