Die Entfernung zu Dir, zeigt wie ich zu Dir stehe.

Kommunikation beginnt schon dann, wenn wir mit einem Menschen in einem Raum sind. Schon bevor des erste Wort gewechselt ist, zeigt der Platz, den wir im Raum einnehm, in welcher Beziehung wir uns zu unserem Gegenüber sehen.

Welcher Abstand ist hier der Richtige? Arthur Schopenhauer hat dazu die folgende Geschichte geschrieben:
„Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertage recht nah zusammen, um durch die gegenseitige Wärme sich vor dem Erfrieren zu schützen.
Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigem Stacheln, welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.
Und diese Entfernung nannten sie Höflichkeit und feine Sitte.“

Wir Menschen haben in unserer Entwicklung genau diesen Prozess durchlebt. Dabei haben wir vier unterschiedliche Raumzonen herausgefunden:

Intimzone: etwa einen halben Meter Abstand vom Gesprächspartner

Persönliche Zone: etwa von einem halben bis einem Meter Abstand

Soziale Zone: der Abstand bis 4 Meter von Gesprächspartner und die

Öffentliche Zone: diese beginnt ab eine Abstand von 4 Metern.
Merken Sie dass Ihr Gesprächspartner zurückweicht, dann sind sie ihm zu nahe gekommen. Er ist Ihnen sozusagen auf die Pelle gerückt, wie man in der Umgangssprache dazu sagt.

Jeder Mensch nimmt den Raum unterschiedlich wahr. Was für Sie noch eine soziale Zone ist, kann für Ihren Gesprächspartner schon die Persönliche Zone sein.

Wann dürfen Sie welche Zone betreten:

Intimzone: Um Sie betreten zu können, müssen sie eine gute Beziehung zu Ihrem Gesprächspartner haben. Sie ist meist nur Familienmitgliedern und Freunden vorbehalten. Kollegen, die sich im Job die Intimzone öffnen, zeigen damit anderen, dass sie gegenseitig besonders Vertrauen haben.

Persönliche Zone: Das ist im Job die übliche Zone, in der Mitarbeiter miteinander umgehen. Es ist die Zone, in der man den Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern pflegt.

Soziale Zone: sie nimmt man ein, bevor man jemand Kennenlernt. Ein aufeinander zugehen bedeutet dann auch immer: ich möchte in deine persönlich Zone kommen und ich lass zu, dass du in meine persönliche Zone kommst. Es ist das eindeutige Signal sich im Gespräch gegenseitig zu öffnen.

Öffentliche Zone: In Ihr ist eigentlich kein Kontakt mehr möglich. Man nimmt nur wahr, dass hier jemand ist. Wenn Sie hier mit Anderen in Kontakt kommen wollen müssen Sie in deren Soziale Zone gehen. Erst hier ist Blickkontakt und ein bewusstes aufeinander zugehen möglich.

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