Archive for Juni, 2008

Unser innere Einstellung bestimmt, was wir hören

Samstag, Juni 21st, 2008

Reden wir nicht alle immer wieder aneinader vorbei! Eine Erkenntnis die ich in vielen Gesprächssituationen beobachtet habe. Warum hören Leute immer wieder Dinge heraus, die der andere nie gesagt hat?

Auf diese Frage gibt es eine einfache Antwort:

Jeder von uns ignoriert Informationen. Denn unser Gehirn muss aus der Vielzahl von Sinneseindrücken, die auf es einströmen, die herausfiltern, die Wichtig sind. Deshalb arbeitet unser Gehirn so, dass es neue Informationen immer mit bereits bekannten verknüpft. Dies sogenannten Kommunikationsfilter werden durch unseren Kulturkreis, unser Elternhaus und unsere Erfahrungen geprägt.

Wenn wir wissen, welche Denkmuster unsere Wahrnehmung in der Kommunikation prägen, können wir unsere Filter verändern.
Damit schaffen wir dann die Basis für eine offenere auf unseren Kommunikationspartner ausgerichtete Kommunikation.

Uns so verändern Sie Ihre Kommunikationsfilter:

  • Überprüfen Sie während eines Gespräches, welche Denkmuster Sie bestimmen.
  • Machen Sie sich klar, welche Filter die Kommunikation negativ beeinflussen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Sind meine Annahmen richtig?
  • Welche Klischees und Stereotypen bestimmen meine Wahrnehmung?
  • Welche Denkstrukturen beeinflussen mich?
  • Revidieren Sie Ihre Denkstrukturen aufgrund der neuen Erfahrungen.

Konfliktprävention: Wertschätzung hilft Konflikte im Team zu vermeiden

Sonntag, Juni 15th, 2008

Mangelnde Wertschätzung ist einer der häufigsten Gründe, wenn es zwischen Projektmitarbeitern knallt. Teammitglieder fühlen sich benachteiligt, meinen, dass sie ihre Fähigkeiten nicht entfalten können und sehen sich ungerechtfertigter Kritik ausgesetzt. Langsam baut sich so ein Konflikt auf, der dann plötzlich an einer Kleinigkeit ausbricht. Dabei ist es sehr einfach gerade diese Konflikte zu vermeiden.
Wenn Sie die folgenden Tipps beachten, vermeiden Sie viele Alltagskonflikte:

  • Verteilen Sie die Arbeit, so dass jeder das Gefühl hat gleich belastet zu sen
  • Öffnen sie Ihr Ohr auch für private und persönliche Angelegenheiten der Teammitglieder
  • Ermöglichen Sie dem Team und den Teammitgliedern ihre Fähigkeiten optimal zu entfalten
  • Suchen Sie die Unterstützungen der Mitarbeiter und des Teams bei Entscheidungen von denen alle betroffen sin
  • Begründen Sie Ihre Maßnahmen gegenüber den Betroffenen
  • Gestehen Sie zu, dass Teammitglieder Fehler machen, sorgen Sie aber dafür, dass diese aus den Fehlern lernen.
  • Seine Sie sachlich und verzichten Sie auf verletzende Kritik
  • Sprechen Sie offen und verständlich über neue Maßnahmen, die das Team betreffen
  • Tadeln Sie mangelnde Leistungen nicht nur, sondern ergründen auch deren Ursachen
  • Verhalten Sie sich partnerschaftlich und geben Sie den Mitarbeitern das Gefühl, auf einer Augenhöhe mit Ihnen zu sein
  • Sorgen sie für ein angenehmes Klima

Die Entfernung zu Dir, zeigt wie ich zu Dir stehe.

Samstag, Juni 7th, 2008

Kommunikation beginnt schon dann, wenn wir mit einem Menschen in einem Raum sind. Schon bevor des erste Wort gewechselt ist, zeigt der Platz, den wir im Raum einnehm, in welcher Beziehung wir uns zu unserem Gegenüber sehen.

Welcher Abstand ist hier der Richtige? Arthur Schopenhauer hat dazu die folgende Geschichte geschrieben:
„Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertage recht nah zusammen, um durch die gegenseitige Wärme sich vor dem Erfrieren zu schützen.
Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigem Stacheln, welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.
Und diese Entfernung nannten sie Höflichkeit und feine Sitte.“

Wir Menschen haben in unserer Entwicklung genau diesen Prozess durchlebt. Dabei haben wir vier unterschiedliche Raumzonen herausgefunden:

Intimzone: etwa einen halben Meter Abstand vom Gesprächspartner

Persönliche Zone: etwa von einem halben bis einem Meter Abstand

Soziale Zone: der Abstand bis 4 Meter von Gesprächspartner und die

Öffentliche Zone: diese beginnt ab eine Abstand von 4 Metern.
Merken Sie dass Ihr Gesprächspartner zurückweicht, dann sind sie ihm zu nahe gekommen. Er ist Ihnen sozusagen auf die Pelle gerückt, wie man in der Umgangssprache dazu sagt.

Jeder Mensch nimmt den Raum unterschiedlich wahr. Was für Sie noch eine soziale Zone ist, kann für Ihren Gesprächspartner schon die Persönliche Zone sein.

Wann dürfen Sie welche Zone betreten:

Intimzone: Um Sie betreten zu können, müssen sie eine gute Beziehung zu Ihrem Gesprächspartner haben. Sie ist meist nur Familienmitgliedern und Freunden vorbehalten. Kollegen, die sich im Job die Intimzone öffnen, zeigen damit anderen, dass sie gegenseitig besonders Vertrauen haben.

Persönliche Zone: Das ist im Job die übliche Zone, in der Mitarbeiter miteinander umgehen. Es ist die Zone, in der man den Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern pflegt.

Soziale Zone: sie nimmt man ein, bevor man jemand Kennenlernt. Ein aufeinander zugehen bedeutet dann auch immer: ich möchte in deine persönlich Zone kommen und ich lass zu, dass du in meine persönliche Zone kommst. Es ist das eindeutige Signal sich im Gespräch gegenseitig zu öffnen.

Öffentliche Zone: In Ihr ist eigentlich kein Kontakt mehr möglich. Man nimmt nur wahr, dass hier jemand ist. Wenn Sie hier mit Anderen in Kontakt kommen wollen müssen Sie in deren Soziale Zone gehen. Erst hier ist Blickkontakt und ein bewusstes aufeinander zugehen möglich.