Archive for Mai, 2008

Die Tücken der beliebten Frage: „Wie geht es Ihnen?“

Samstag, Mai 31st, 2008

Wie geht es Ihnen? Diese Frage ist eine beliebte Form ein Gespräch zu eröffnen. Zum Beispiel in Amerika und Spanien ist dies die üblich Form en Gespräch zu eröffnen. Dort erwartet man jedoch keine Antwort, sonder die Gegenfrage: Und wie geht es Ihnen?  Oder die schlichte Antwort gut. Selbst dann, wenn dies nicht ganz so stimmt.

Nimmt Ihr Gesprächspartner die Frage wörtlich, dann hat sie jedoch ihre Tücken; Denn Sie läd Ihr Gegenüber ein, alles zu erzählen, was ihm gerade in den Sinn kommt oder sein Leid auszuschütten. Damit gibt Ihr Gesprächspartner dem Gespräch eine Grundstimmung, die Sie vielleicht gar nicht wollen.

Sie können eine Variante dieser Frage jedoch nutzen, um dem Gespräch eine positive Grundstimmung zu geben. Dazu haben Sie folgende Möglichkeiten:

Fokussieren Sie die Frage auf das Positives: Was haben Sie in dieser Woche schon Angenehmes erlebt?  Was sind Ihre letzten High Lights?

Erwähnen Sie ein positives Ereignis und stellen dann eine Frage: Ich habe gehört Ihr Projekt läuft gut. Wie geht es Ihnen damit?

Sprechen Sie eine positive Wahrnehmung an: Sie sehen so gut gelaunt aus. Was ist passiert?

Das Wichtigste zuerst: Gestalten Sie Texte und Präsentationen nach dem „Pyramide Principle“ von Barbara Minto

Samstag, Mai 24th, 2008

Texte bestehen aus Wörtern, Sätzen und Textabschnitten. Je übersichtlicher dieser für den Leser geordnet sind, umso leichter ist der Text zu verstehen. Wie strukturiert man ein Thema? Diese Frag stellte sich Barbara Minto, als Beraterin von Mc Kinsey & Company. Dort befasste sie sich  hauptsächlich mit dem Erstellen von Berichten  und stellte fest, dass viele Autoren schon beim logischen strukturieren des Themas Probleme haben. Ihre Antwort darauf ist das Prinzip der Pyramide.

In ihrem „Pyramide Principle“, beschreibt sie eine Denk-und Kommunikationstechnik mit der Themen eine logische Struktur gegeben werden können. Ihre Idee ist dabei ganz einfach: Das Thema wird vom Übergreifenden zum Speziellen entwickelt. Die Hauptthese wird dabei Ebene für Ebene in immer kleiner Denkcluster gegliedert. Dadurch entsteht eine Denkstruktur, welche die Form einer Pyramide hat. Ein Beispiel für eine solche Struktur ist in Abbildung # dargestellt. Entscheidend dabei ist, dass in jeder Ebene die gesamte Aussage vorhanden ist. Jedoch auf einer immer größeren Abstraktionsebene. Der Vorteil für den Empfänger der Nachricht ist: Er schon am Beginn des Textes die zentrale Aussage. In den nachfolgenden Informationen erhält er dann die Details, die er sofort in den Zusammenhang einordnen kann.

Mit den folgenden Links finden Sie mehr Informationen zum Prinzip der Pyramide

Internetseite von Barbara Minto

Pyramid Principle, das Pyramiden-Prinzip von Barbara Minto. Eine Zusammenfassung, vollständige Erklärung von Pyramidenprinzip

Storyline: Die Struktur der künftigen Präsentation

Struktur: Das Pyramiden-Prinzip

The Minto Pyramid Principle or the case for hierarchically structured thinking
and communication…, von Wolfgang Gatterbauer, Vienna, November 4, 2005

Rezension des Buches: Das Prinzip der Pyramide von Barbara Minto

Buch

Zwei Gehirnhälften: Starker Doppelpack für unsere Wahrnehmung

Samstag, Mai 17th, 2008

Unser Gehirn hat zwei Hälften. Diese Tatsache ist schon seit langem bekannt. Vor einhundert fünfzig Jahren macht Ärzten eher zufällig eine bahnbrechende Erfindung. Sie durchtrennten bei Epilepsiepatienten den Corpus collossum, den Nervenstrang, der beide Gehirnhälften verbindet. Diesen Patienten zeigten Sie auf einem Schirm zwei Gegenstände: auf der rechten Seite war ein Messer abgebildet, auf der linken Seite ein Löffel. Als die Patienten gefragt wurden, welchen Gegenstand sie gesehen hätten, sagten sie ein Löffel. Als man sie bat, den Gegenstand aus einer Menge anderer Gegenstände herauszusuchen,  griffen sie nach einem Messer. Aus diesem Experiment konnte nur eine Schlussfolgerung gezogen werden: Wie haben nicht nur zwei Gehirnhälften, sondern diese beiden Hälften funktionieren auf zwei unterschiedliche Arten und weisen.

Einen besonders spannenden Vortrag zu diesem Thema hat Jill Bolte Taylor auf einer Konferenz gehalten. Sie erklärt am Beispiel ihres eigenen Schlaganfalls, wie rechte und linke Gehirnhälfte funktionieren.

Zunächst erklärt Sie, was Sie zur Hirnforschung gebracht hat. Dann folgt eine sehr anschauliche Erklärung der unterschiedlichen Funktionen der beiden Hirnhälften. Schließlich – und da wird es ganz besonders – erzählt sie sehr persönlich, wie sie ihren eigenen Schlaganfall wahrgenommen hat

Hier können Sie sich den Vortrag als Video ansehen. 

Gefühle zeigen im Projekt

Mittwoch, Mai 7th, 2008

Die Begriffe Gefühle und Logik scheinen auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Ist gefühlsmäßiges Arbeiten nicht gerade das Gegenteil eines rationalen logischen Vorgehens? Der schweizer Psychoanalytiker Luc Chompi hat diesen scheinbaren Widerspruch aufgelöst. Gefühle sind zwar an sich unlogisch und spontan, aber ihre Wirkung auf unser Denken und Handeln lässt sich konkret beschreiben. Und dies kennen wir aus der Projektpraxis selbst. Ein verärgerter Auftraggeber sieht in jedem Wort des Projektleiters nur Negatives. Selbst bei Erfolgen wird noch das „Haar in der Suppe“ gesucht. Andererseits wissen wir auch: Ein freudiges und gut gelauntes Projektteam ist nicht nur motiviert, sondern sieht selbst in schlechten Nachrichten noch einen positiven Kern.

Kennen wir die Logik unserer Gefühle und die der Stakeholder im Projekt, können wir ihre Reaktionen besser einschätzen. Und wir können sogar in begrenztem Rahmen auf ihre Gefühle einwirken und damit auch Einfluss auf deren Denken und Handeln nehmen. Wie dies geht, zeigt mein neuer Artikel im Projekt Magazin.

Themen des Artikels sind:

  • Gefühle – Filter der Wahrnehmung
  • Arten von Gefühlen
  • So wirken Gefühle
  • Emotionen in Worten

Hier geht es zum Artikel im Projektmagazin

Das Projekt Magazin unterstützt seine Leser in allen Stadien der Projektarbeit: von der Projektplanung bis hin zur erfolgreichen Projektabwicklung. Es ist das führende deutschsprachige Fachmagazin für Projektmanagement mit über 12.000 Abonnenten.

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10 Meeting-Regeln für erfolgreiche Projektmeetings

Freitag, Mai 2nd, 2008

Gäbe es einen Zufriedenheitsindex für Instrumente des Projektmanagements, so stünde die Unzufriedenheit mit Projektmeetings an der obersten Stelle der Negativskala. Der sichtbarste Ausdruck der Unzufriedenheit ist, dass die Projektmitglieder die Meetings nicht ernst nehmen und einfach wegbleiben. Viel zu spät merken die Projektmitglieder, dass sich gegenseitig nicht gut informiert sind, nebeneinander herarbeiten und ein gemeinsames Verständnis des Projektes fehlt. Genau dies ist aber die Aufgabe von Projektmeetings: Gemeinsames Verständnis über das Projekt herstellen, Probleme erkennen und gemeinsam getragene Lösungen finden.
Mit den folgenden 10 Meeting-Regeln machen Sie ihre Projektarbeit effektiv:

  • Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, offen und transparent die Probleme und Themen im Projekt zu besprechen.
  • Jeder ist dafür verantwortlich, dass die unsere Regeln für das Meeting eingehalten werden.
  • Für Verstöße gegen die Regeln haben wir folgendes festgelegt: (Hier legt jedes Projektteam Maßnahmen fest, was passiert, wenn die Regeln verletzt werden)
  • Die Meetings werden im Kalender eingetragen und haben gegenüber anderen Terminen Priorität.
  • Jeder bereitet sich auf das Meeting vor und kommt pünktlich.
  • Wer nicht kommen kann, entschuldigt sich.
  • Jeder hört zu, wenn andere sprechen und lässt diese ausreden.
  • Die Wortbeiträge sind kurz und bringen den Sachverhalt auf den Punkt.
  • Wir nutzen Beamer, Pinnwand und Flip-Chart um Sachverhalte zu verdeutlichen.
    Wir gegeben uns Feedback.
  • Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, offen und transparent die Probleme und Themen im Projekt zu besprechen.