Archive for Juli, 2007

Reden Sie von Ihren Zuhören, nicht von sich

Samstag, Juli 28th, 2007

Schon der Lehrer in der Schule sagte uns: Ihr sollt in Briefen und Lebensläufen nicht dauernd „ich“ schreiben. Seitdem grübeln wir, wie wir diese ich umgehen. Auch in Präsentationen macht es sich nicht gut, wenn die „Ichs“ wie die Gänse hintereinander folgen.
 
Die Ich-Form klingt häufig besserwisserisch. Deshalb sollte man sie vermeiden, wo es geht, denn die Zuhörer denken sich: „Das ist sein Problem, warum soll ich zuhören?“
Wenn Sie Ihre Zuhörer direkt ansprechen, aktivieren Sie deren Denken. Das hat den folgenden Vorteil: Durch die Sie-Ansprache fühlen sich die Zuhörer persönlich angesprochen. Der Referent ist nicht in weiter ferne, sondern rückt Ihnen näher. 

Beispiele für solche Formulierungen sind:

  • Statt: „Ich kann Ihnen zum Projekt Folgendes sagen …“ sagen Sie: „Sie werden sehen, wie wir für Ihre Fragestellung im Projekt eine Lösung finden:“
  • Statt: „Ich möchte Ihnen zeigen…“ sagen Sie: „Sie werden erleben …“
  • Statt: „Ich werde meine Ergebnisse zusammenfassen.“ Sagen Sie: „In dem folgenden Chart sehen Sie die Zusammenfassung der Ergebnisse..“

Humor überspielt Technikpannen

Sonntag, Juli 22nd, 2007

Bleiben Sie nicht sprachlos nach einer Technikpanne. Eine humorvolle Bemerkung überspielt die Situation. Währen die Teilnehmer lachen, können sie über eine Lösung für die Situation nachdenken. 

Hier sind einige Beispiele für humorvolle Reaktionen bei Technikpannen:

  • Wenn das Licht ausgeht: „Ganz so schwarz wollte ich unsere Situation nun auch wieder nicht malen.“
  • Wenn das Licht wieder angeht: „Dem Gerechten geht das Licht immer wieder auf, steht in der Bibel,“
  • Wenn das Mikrofon umfällt: „Ich bin begeistert – die Technik liegt mir zu Füßen.“
  • Wenn das Manuskript auf den Boden fällt: „Die Gesetze der Schwerkraft sind bei Ihnen sehr streng.“
  • Wenn das Mikrofon ausfällt: „Eigentlich war ich noch nicht ganz fertig.“
  • Wenn Sie sich versprechen: „Da sehen Sie, wo ich mit meinen Gedanken bin. Freud lässt grüßen.“

Am Telefon – Knigge für den effektiven Telefonktakt

Dienstag, Juli 17th, 2007

Im Gegensatz zur E-Mail ist das Telefon ein Instrument mit dem Sie ein Gespräch mit Ihrem Gesprächspartner einen Dialog führen können. Es ermöglicht damit einen direkten Austausch. Sie sollten es immer dann nutzen, wenn neben den Sachinhalten auch Gedanken, Stimmungen und Gefühle wichtig sind.

Bei der Nutzung des Telefons sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Sprechen Sie Namen oder ggf. Firmennamen immer voll, damit jeder sofort erkennen kann, ob er richtig verbunden ist.
  • Durch die Sprache überträgt sich auch indirekt die Haltung, die man am Telefon einnimmt. Sitzen Sie deshalb immer so, wie Sie dies auch bei einem persönlichen Gespräch tun würden.
  • Vermeiden Sie Nebengeräusche. Deshalb sollten Sie keine Tätigkeiten neben dem Telefonat ausführen. Das könnte der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung merken und dies als Unaufmerksamkeit auslegen.
  • Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor. Erstellen Sie einen Notizzettel, auf dem alle Punkte stehen, die angesprochen werden sollen und ggf auch ein grober Verlauf des Gespräches.

Der ausgerastete Projektleiter

Samstag, Juli 7th, 2007

Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit ging alles schief. Der Tank war leer und an der Tankstelle war die Kasse blockiert. Und dann noch der Stau. Dabei wollte der Peter P. doch früh im Büro sein um das Teammeeting vorzubereiten. Dieses verlief dann entsprechend schlecht. Nur Vorwürfe an die Projektleitung, die nicht genug Ressourcen zur Verfügung stellt. Und dann noch das: Ein Projektmitglied wollte kurzfristig eine Woche Urlaub. Da rastete Peter P. aus und schrie ihn an, was ihm den einfalle auch noch in Urlaub zu gehen, wo die Termine kaum gehalten werden können und Leute fehlen. Nachdem das Teammitglied das Büro verlassen hatte, fragte sich Peter P., was mit Ihm geschehen war. Und zufällig fand er in einem Kalenderblatt auf seinem Schreibtisch die folgende Geschichte:

„Es war einmal ein kleiner Junge, der schnell ausrastete und ärgerlich wurde. Sein Vater gab ihm einen Hammer und eine große Tüte voller Nägel. Jedes Mal, wenn er ausrastete, sollte er lieber einen Nagel in den Zaun hinter dem Haus schlagen, als seine Wut an anderen auszulassen. Am ersten Tag schlug der Junge 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit ihnen nahm auch die Zahl der Nägel ab, die der Junge in den Zaun schlagen musste. Er fand heraus, dass es einfacher war, nicht auszurasten, als Nägel in den Zaun zu schlagen. Schließlich kam der Tag, an dem der Junge überhaupt nicht mehr ausrastete. Er sagte dies seinem Vater und der riet ihm nun, für jeden Tag, an dem er nicht mehr ausrastete, einen Nagel wieder herauszuziehen. Wieder vergingen etliche Tage und schließlich konnte der Junge seinem Vater berichten, dass er alle Nägel herausgezogen hatte. Der Vater nahm seinen Jungen bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun. Er sagte: „Das hast du gut gemacht, mein Sohn. Ich bin sehr stolz auf dich. Aber schau dir all die Löcher im Zaun an. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war. Denke daran, wenn du das nächste Mal etwas im Ärger zu anderen sagen willst. Deine Worte könnten eine Narbe hinterlassen so, wie die Nägel ihre Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du sagst, dass es dir Leid tut, die Wunde ist dennoch da“.