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Archive für 9.6.2007
Ich bin o.k. - Du bist o.k - Der Klassiker zur Transaktionsanalyse von Thomas A. Harris
9.6.2007 von Tomas Bohinc.
Ein Spruch der in den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts die Runde machte. Aber dieser Spruch ist auch ein bekannter Buchtitel. Verfasst hat dieses Buch mit dem populären Titel
Thomas A. Harris. Der Facharzt für Psychiatrie und Professor für Psychiatrie an der Universität von Arkansas hat mit diesem Buch Ich bin o.k. Du bist o.k. dazu beigetragen die Transaktionsanalyse populär zu machen. Sein Buch über die Transaktions-Analyse ist das Ergebnis einer zehnjährigen Arbeit. Sein System erläutert Harris mit zahlreicher Beispiele aus der Praxis.
Die Transaktionsanalyse beschreibt die Kommunikation zwischen zwei Partner, die jeweils als Sender oder Empfänger von Botschaften agieren. Die Botschaften sind in diesem Modell Transaktionen. Die Wirkung der Transaktion wird durch den jeweiligen Zustand, dem Ich-Zustand, von Sender und Empfänger bestimmt. Die Kommunikation und deren Wirkung ist nach diesem Modell eine Reaktion auf eine Transaktion.
Nach dem Modell der Transaktionsanalyse ist jeder Mensch durch drei Persönlichkeitselemente bestimmt. Diese nennt Berne Ich-Zustände. Sie wirken so, als hätte jeder Mensch drei unterschiedliche Persönlichkeiten in sich, zwischen denen er in seinem Leben hin und her pendelt. Sie können sogar von Minute zu Minute wechseln. Die drei Persönlichkeitszustände sind:
* Eltern-Ich
* Erwachsenen-Ich und
* Kindheits-Ich.
Das Eltern-Ich vermitteln die Eltern ihren Kindern von Geburt an, indem sie diesen sagen, wie sie sich in der einen oder der anderen Situation verhalten sollen. Sie bestimmen damit auch, wie ihre Kinder denken, empfinden und wahrnehmen. Die gesammelten Eltern-Ich-Aufzeichnungen aus der frühen Kindheit stellen das angelernte Lebenskonzept eines Menschen dar und können nicht mehr gelöscht werden.
Das Kindheits-Ich hat sich im Laufe unserer Lebensgeschichte als erstes ausgeprägt. Auf negative Erfahrungen reagiert es mit Überraschung, Schrecken, Schmerz und Angst. Auf positive Erfahrungen mit Freude, Spaß, Sorglosigkeit, Glück, Wohlbehagen, Kreativität und Spontaneität. So wie sich im Erwachsenen-Ich die Eltern wieder finden, so ist im Kindheits-Ich, die eigene Kindheit abgebildet.
Das Erwachsenen-Ich unterscheidet sich von diesen beiden Ich-Zuständen grundlegend. Es hat sich während unserer eigenen Entwicklung herausgebildet. Es ist die Form der Persönlichkeit, auf die wir bewusst Einfluss nehmen können. Mit dem Erwachsen-Ich entscheiden wir, welche Reaktionen des Eltern- und Kindheits-Ichs in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen zur Geltung kommen.
Harris beschreibt in anschaulichen Beispielen die vier Grundeinstellungen aus dem Alltagsleben, die das Verhalten aller Menschen bestimmen. Er wendet sein System an auf Probleme in der Ehe und bei der Kindererziehung, auf psychische und geistige Störungen, auf Aggression und Gewalt, auf die Generationskonflikte, auf Vorurteile gegenüber Minderheiten, auf Fragen der Kreativität, Schwierigkeiten in der Pubertätszeit, ethische und religiöse Überzeugungen und internationale Spannungen.
Das Buch ist ein Klassiker der Kommunikationsliteratur. Dass ich jedem Projektleiter empfehle. Mit den in diesem Buch beschriebenen Muster können viele Kommunikationssituationen im Projekt erklärt werden. Und mehr Verständnis in der Kommunikation führt bekanntlich dazu auch besser agieren zu können.
Mehr über die Transaktionsanalyse können Sie aus der Wikipedia erfahren.
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