Vera Birkenbihls Stroh im Kopf

Das Buch Stroh im Kopf markiert einen Wendepunkt wie die Entedeckung Galiles, dass die Erde Rund sein. Vor dem Erscheinen waren alle davon überzeugt, dass wir ein Gehirn haben. Heute weiß jedes Kind, dass das Gehirn zwei Hälften hat, die vollkommen unterschiedliche Dinge wahrnehmen und verarbeiten:

Die linke Gehirnhälfte denkt in Worten. Dabei geht sie linear vor. Jeder Gedanke wird Schritt für Schritt abgearbeitet. Sie analysiert Dinge und denkt wissenschaftlich, indem sie Gesetzmäßigkeiten erkennt, Regeln ableitet und Modelle entwickelt. Die rechte Gehirnhälfte kann wortlos denken. Ihr Denken ist sprunghaft. Während eines Gedankens kann blitzartig ein ganz anderer Gedanke auftauchen. Sie denkt in Bildern.  

Aus dieser wissenschaftlichen Erkenntnis leitete Vera F. Birkenbihl Ihre Methode des gehirngerechten Arbeitens ab. Vera F. Birkenbihl ist die Leiterin des Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten. Sie studierte in den USA Psychologie und Journalismus. Seit 1969 entwickelt sie Lerntechniken auf Basis der Hirnforschung. Seit ihrer Rückkehr nach Europa Ende 1972 als freie Trainerin und Autorin tätig. Mitte der 80er Jahre erlangte sie einen grösseren Bekanntheitsgrad durch eine selbstentwickelte Methode des Sprachenlernens, die verspricht, ohne das Pauken von Vokabeln auszukommen. Die Methode stellt ein konkretes Fallbeispiel gehirn-gerechten Lernens dar. „Gehirn-gerecht“ ist das bekannteste Schlagwort, mit dem Vera F. Birkenbihl ihre Methoden bewirbt. Ihr bekanntestes Sachbuch „Stroh im Kopf?“ erscheint bereits in der 46. Auflage (runderneuert ab der 36. Auflage) und ist mit etwa 700.000 verkauften Exemplaren einer ihrer Longseller. 

Dieses Buch der Leiterin der Erfinderin des Gehirngerechten Arbeitens liefert den Schlüssel zum besseren Gedächtnis: Nur wer bewusst wahrnimmt und begreift, kann dieses Wissen später leichter wieder abrufen. „Wir erzeugen dieses bessere Ergebnis mit weit weniger Aufwand als früher! Wir brauchen nämlich keinesfalls mehr zu tun, sondern im Gegenteil: weniger, dies aber bewusst und unter Ausnutzung der Arbeitsweise des Gehirns“. Doch wie setzt man sich bewusst mit Themen oder Begriffen auseinander? Sie stellt sich das individuelle Wissen als Netz vor, das ständig erweitert und optimiert werden soll. Es müssen also immer neue Fäden geknüpft und mit den alten verbunden werden. Ist das Lerngebiet so neu, dass es keine Anknüpfungspunkte an das persönliche Wissensnetz gibt, können zunächst Hilfsfäden (Eselsbrücken) konstruiert werden. Sind neue Informationen dann richtig in vorhandene Kenntnisse integriert, werden sie später schneller und besser wieder abgerufen. Das Buch selbst ist gehirngerecht geschrieben. Der umfangreiche Praxisteil des Buches hilft mit zahlreichen Experimenten und Übungs-Aufgaben, dieses gehirn-gerechte Arbeiten zu trainieren. 

Wer in Projekten will, dass seine Präsentationen von Zuhören gut aufgenommen werden, Workshopergebnisse besser behalten und Texte leichter lesbar sind, kommt ohne die Erkenntnisse und methodischen Hinweise von Vera F. Birkenbihl nicht mehr aus.
Mehr über Vera F. Birkenbihl finden Sie in der Wikipedia. Dort ist auch ein Verzeichnis mit Ihren wichtigsten Büchern hinterlegt.
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