Archive for April, 2007

Das Ende eines Projektes: Abschluss einer bewegten Zeit

Samstag, April 28th, 2007

Viele Projektteams verlängern den Projektauftrag für sich selbst, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen. Nach einiger Zeit wanderten dann doch die ersten Teammitglieder ab und so löste sich das Team nach und nach auf. Jedoch hat bei einem solchen Prozess keiner ein gutes Gefühl. Diejenigen, die gingen haben ein schlechtes Gewissen, weil sie das Team im Stich ließen. Diejenigen die bleiben, sind darüber frustriert, dass man sie alleine ließ.
Die Schlussphase ist für die Teammitglieder eine wichtige Lernphase. Der Rückblick und die gemeinsame Bewertung der Erfahrungen machen die unbewussten Lernprozesse sichtbar. Nur so können Sie für die Arbeit in einem neuen Team genutzt werden. 
Zum Projektabschluss gehört auch die Auflösung des Teams. Dazu sind die folgenden Aktivitäten notwendig:   

  • Planen Sie die Auflösung des Teams als Entwicklungsschritt ein.
  • Machen Sie den Teammitgliedern von Anfang an klar, dass mit der Projektaufgabe auch das Team aufgelöst wird.
  • Gestalten Sie die Teamauflösung als Lernprozess. Sie ermöglichen damit den Teammitgliedern, ein Rückblick über die Erfolge aber auch Stolpersteine im Projekt.

Themen eins Workshop mit dem ein Projekt abgeschlossen werden kann sind:

  • Thematisierung des Teamendes
  • Abschied vom Team
  • Individuelle Rückschau
  • Gemeinsame Teamrückschau

Zungenbrecher trainieren eine deutliche Aussprache

Mittwoch, April 25th, 2007

„Sie nuscheln“ ist ein Feedback, dass niemand gerne bekommt. Nuscheln ist ein Zeichen für eine undeutlichen Aussprache. Projektleiter, die möchten, dass ihre Worte gehört werden, sollten ein solches Feedback zum Anlass nehmen etwas für Ihre Aussprache zu tun. Sogenannte Zungenbrecher wie der Satz „Der Potsdamer Postkutscher putzt den Potsdamer Postkutschkarren“ sind gute Übungsmöglichkeiten. Trainieren Sie jeden Tag einen Zungebrecher. Schon nach kurzer Zeit wird sich Ihre Aussprache wesentlich verbessern. Den Trainingseffekt können Sie noch verstärken, wenn Sie dabei einen Gegenstand zwischen die Zähne nehmen.
Hier ist eine Auswahl von Zungenbrechern zum Üben:   

  • Allergischer Algerier, algerischer Allergiker.
  • Bäcker Braun backt braune Brezeln.  Braune Brezeln backt Bäcker Braun.
  • Es reiten dreiunddreißig Reiter flott und munter den Berg dreiunddreißigmal hinauf und herunter.
  • Esel essen Nesseln nicht, Nesseln essen Esel nicht.
  • Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz.
  • Wenn hinter Griechen Griechen kriechen, kriechen Griechen Griechen nach.
  • Hinter Hermanns Hannes Haus hängen hundert Hemden raus, hundert.
  • Wer karrt den klappernden Ratterkarren durch das knarrende Karrengatter?
  • Der mürrischer, murrende, knurrende, klapperdürre Ratterkarrenkarrer.
  • Die Katzen kratzen im Katzenkasten, im Katzenkasten kratzen Katzen.
  • wenn Lautenspieler laut die Lauten schlagen,
    drum spielen heute laute Lautenspieler leise Laute,
    weil manchen Leuten vor den lauten Lautenlauten graute.
  • Wenn mancher Mann wüsste, was mancher Mann wär, gäb mancher Mann manchem Mann manchmal mehr Ehr‘.
  • Mischwasserfischer heißen Mischwasserfischer, weil Mischwasserfischer im Mischwasser Mischwasserfische fischen.
  • Sechs sächsische Säufer zahlen zehn tschechische Zechen.
  • Wenn du Trottl zu mir Trottl Trottl sagst, sag ich Trottl zu dir Trottl so lange Trottl, bis du Trottl zu mir Trottl nie mehr Trottl sagst, du Trottl!
  • In Ulm, um Ulm und um Ulm herum.
  • Wer nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, weiß mehr als der, der nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß.
  • Der Zweck hat den Zweck den Zweck zu bezwecken, und wenn der Zweck den Zweck nicht bezweckt, dann hat der Zweck überhaupt keinen Zweck.

Konfliktklärungsgespräch: Miteinander sprechen, Ursachen analysieren und Lösungen finden

Sonntag, April 22nd, 2007

„Lassen Sie uns mal in Ruhe über die Sache reden“ so oder ähnlich können Sie ihrem Konfliktgegner signalisieren, dass sie bereit sind, den Konflikt durch ein Gespräch zu lösen.
Für ein solches Gespräch haben sich die folgenden sechs Schritte bewährt.  

  1. Das Gespräch eröffnen – eine emotionale Basis finden: Suchen Sie zu Beginn Themen, die sie verbinden.
  2. Das Ziel des Gespräches – eine Lösung für den Konflikt finden: Dies geht nur, wenn sich beide Parteien eingestehen, dass Sie einen Konflikt haben und diesen lösen wollen. Damit macht keine der Parteien ein Zugeständnis. Es ist die Einigung über den Lösungsprozess.
  3. Gemeinsam eine Lösung suchen – Konfliktdiagnose und Lösungsmöglichkeiten ausloten:  Zu Beginn dieses Schrittes wird eine gemeinsame Konfliktdiagnose gemacht. Damit erreichen beide ein gemeinsames Verständnis über die Situation.. Erst jetzt kann ein Kompromiss gefunden werden.
    An dieser Stelle können Sie auch feststellen, dass Sie den Konflikt nicht alleine lösbar ist und eine Dritte Partei notwendig ist.
  4. Lösung zusammenfassen und dokumentieren – eine schriftlich formulierte Lösung sichert das gemeinsame Verständnis: Erst dann, wenn die Lösung zusammengefasst und schriftlich festgehalten ist, haben beide Parteien ein gemeinsames Verständnis von der Lösung.
  5. Nächste Schritte vereinbaren – der erste Schritt in eine neue Zukunft: Der Kompromiss ist gefunden. Jetzt muss er noch in die Tat umgesetzt werden. In diesem Schritt einigen Sie sich mit ihrem neu gewonnen Partner über die dazu erforderlichen Schritte.
  6. Das Gespräch abschließen – Lernerfahrung für den nächsten Konflikt nutzen: Jede Bewältigung eines Konfliktes ist eine wichtige Erfahrung. Mit der erfolgreichen Lösung eines Konfliktes haben beide Parteien ihre Konfliktfähigkeit erweitert. Der Austausch über diese Erfahrung wird in kommenden Konflikten helfen, schneller einen Lösungsweg zu finden.

So werden Projektmitglieder in Teammeetings aktiv

Freitag, April 20th, 2007

Montagmorgen 8:00 Uhr. Das wöchentliche Teammeeting beginnt. Viele Teammitglieder halten diese Meetings für überflüssig. Sie meinen, dass man sie dadurch nur von ihrer Arbeit abhält. Insbesondere dann, wenn für das eigene Arbeitspaket die Zeit knapp wird, suchen sie eine Ausrede, um nicht am Teammeeting teilnehmen zu müssen. Teammeetings werden als überflüssig empfunden, wenn sich die Teammitglieder nicht mit ihren Interessen und Meinungen einbringen können. Sie werden erst dadurch für alle wichtig, wenn jeder etwas zum Ergebnis beigetragen hat. 
Die folgenden Techniken helfen, Teilnehmer zu einer aktiven Teilnahme an Projektmeetings anzuregen.  

  • Fragen Sie nach Einstellungen und Meinungen.
  • Fordern Sie die Beteiligung an der Diskussion ein.
  • Lassen Sie sich Sachverhalte erklären.
  • Fragen Sie nach konkreten Vorschlägen.
  • Fordern Sie die Teilnehmer auf, ihre Meinung zu nennen.
  • Steuern Sie die Richtung der Diskussion.
  • Fassen Sie Diskussionsstände zusammen.
  • Drücken Sie Gefühle aus.

Erfolg durch gute Teamführung

Mittwoch, April 18th, 2007

Wenn am Ende des Projektes das Team stolz auf die Leistungen seines Projektleiters ist, dann ist dies auch ein Ergebnis einer guten Teamführung. Dabei ist Fähigkeit gefordert Teamprozesse wahrzunehmen, zu analysieren und zu gestalten. Eine Fähigkeit, die Sie als Projektleiter mit jedem Projekt und jedem Projektteam immer besser entwickeln werden.
Die sechs wichtigsten Aufgaben eine Projektleiters im Lebenszyklus eines Teams sind:    

  • Die Zusammenstellung des Teams: Achten Sie hier darauf, dass das Team in seiner Gesamtheit alle Fähigkeiten besitzt, die es braucht, um die Aufgabe zu bewältigen. Achten Sie auch darauf, dass sich die Teammitglieder mit ihren emotionalen und sozialen Fähigkeiten ergänzen.
  • Die Gestaltung des Kennen lernens im Team. Geben sie den Teammitgliedern die Möglichkeit, viel von sich zu erzählen. Je mehr die Teammitglieder voneinander wissen, umso besser können Sie sich gegenseitig einschätzen.
  • Rollenfindung im Team: Nutzen Sie Widersprüche und Auseinandersetzungen dazu, dass jeder seine Rolle im Team finden kann. Diese Auseinandersetzungen sind nicht planbar. Sie entstehen bei Besprechungen und Workshops spontan. Versuchen Sie nicht diese zu unterdrücken, sondern fördern Sie deren konstruktive Bewältigung.
  • Festlegen von Regeln und Normen: Legen Sie zusammen mit dem Team die wichtigsten Regeln und Normen für das Team fest. Fördern Sie eine Teamkultur, die diese Regeln unterstützt. Dies gibt den Teammitgliedern Sicherheit für ihr Verhalten und stärkt gleichzeitig das Wir-Gefühl,
  • Vertretung des Teams nach Außen. Sie als Projektleiter tragen die an das Team gestellten Aufgaben und Anforderungen die in das Team. Machen Sie dabei transparent, wem Sie welche Aufgabe übertragen. Diskutieren Sie mit den Teammitgliedern, darüber, wer welche Aufgabe machen soll. Oft ergeben sich hier Lösungen, an die Sie selbst nicht gedacht haben.