Zehn Regeln für erfolgreiche Konfliktlösungen

Egal ob es der Streit um den letzten Kaffee in der Kanne oder die Entscheidung über den Projektfortschritt ist – für die meisten von uns sind Konflikte immer mit Ärger verbunden. Dabei gehören sie wie das Salz in der Suppe. Denn sie sind notwendig, um Interessengegensätze sichtbar zu machen und für alle Seiten tragfähige Lösungen zu finden. Konflikte drohen jedoch schnell zu eskalieren. Mit den folgenden zehn Regeln beugen Sie einer Eskalation vor:

Erkennen Sie den Konflikt.
Konflikte erkennt man an den folgenden Signalen:
Die Parteien sind voneinander abhängig und gezwungen miteinander zu kommunizieren
Eine Partei macht die jeweils andere für die scheinbar unlösbare Situation verantwortlich.
Die Beeinträchtigung der anderen Partei wird als Behinderung oder Blokade erlebt.

Rufen Sie sich die Entstehung des Konfliktes ins Gedächtnis.
Was ist der Grund für den Konflikt? Welche Situation hat den Konflikt ausgelöst?

Suchen Sie nach anderen Perspektiven.
Bevor Sie mit Ihrem Konfliktgegner reden, versetzen Sie sich in seine Lage. Viele Konflikte eskalieren, weil man den Anderen in die Schublade des „Bösen“ steckt, während man sich selbst als „Guten“ sieht. Überlegen Sie, wie Sie aus der Sicht des Gegenübers handeln würden.

Nehmen Sie Ihren Konfliktgegner ernst.
Die Fronten verhärten sich, wenn man das Gefühl hat nicht ernst genommen zu werden. Machen Sie Ihrem Konfliktgegner deutlich, dass Sie ihn als Person respektieren.

Bleiben Sie höflich.
Je mehr Emotionen den Konflikt bestimmen, umso schwerer wird es, eine Lösung zu finden. Denken Sie daran, dass eine einzige Beleidigung die  Konfliktlösung zum Stillstand bringen kann.

Seien Sie offen
Um nicht verwundbar zu wirken zeigen sich viele in Konflikten desinteressiert an der Lösung. Dieser Schuss kann aber nach hinten losgehen. Schon bald können Sie sich in Widersprüche verwickeln, welche die Lösung noch schwerer machen.

Bleiben Sie sachlich.
Je größer der Konflikt, umso schneller rutschen die Konfliktparteien in das Persönliche ab und je mehr versuchen die Konfliktparteien Andere für sich zu gewinnen. So kann es leicht passieren, dass auch nicht betroffene Teammitglieder in den Konflikt hineingezogen werden.

Verringern Sie die Streitpunkte.
Bleiben Sie bei Konflikten beim Thema und lassen Sie sich nicht zu Aussagen wie „Was ich schon immer sagen wollte…“ verführen. Denn allzu leicht wird dann alles auf den Tisch gelegt, was uns an dem Anderen nicht passt. Statt das der Konflikt gelöst wird, kommen immer mehr Konfliktpunkte ins Spiel.

Suchen Sie Gemeinsamkeiten.
Suche Sie nach Punkten, bei denen Sie mit Ihrem Gegenüber übereinstimmen. Das ist er erste Schritt zu eine Lösung. Dadurch gewinnt man gegenseitiges Vertrauen und baut die Hürden für eine Konfliktlösung ab.

Nehmen Sie Hilfe an.
Wenn Sie merken, dass die Situation verfahren ist und Sie aus eigener Kraft keine Lösung finden, dann schalten Sie einen Schiedsrichter ein oder lassen sich von Kollegen oder Vorgesetzten bei der Lösung helfen. In einigen Fällen kann es auch nützlich sein einen Moderator oder professionellen Mediator hinzuzuziehen.

 

 

One Response to “Zehn Regeln für erfolgreiche Konfliktlösungen”

  1. Handlungsorientiert und praxisbezogen! Freu mich schon auf die weiteren Artikel, super Idee für einen Blog zur Thematik Soft Skills im Projektmamnagement. Weiter so, einen neuen treuen Leser haben Sie schon gefunden 🙂

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