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Archive für Februar 2007

“Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!”

Ihre innere Einstellung und Haltung zum Gesprächspartner und zum Gespräch bestimmen indirekt auch dessen Verlauf. Paul Wazlawick hat dazu eine sehr eindrucksvolle Geschichte erfunden:
Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mit den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefalle ausschlagen? Leute wie der Kerl vergiftet einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s mir wirklich. - Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er “Guten Morgen” sagen kann, schreit ihn unser Mann an: “Behalten Sie sich Ihren Hammer, Sie Rüpel!”

Die Geschichte stammt aus dem Buch “Anleitung zum Unglücklichsein”, sie trägt den Titel: “Der Mann mit dem Hammer”. Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein. München 2004
Unsere innere Einstellung hat sich im Laufe des Lebens entwickelt. Sie ist das Ergebnis vieler Eindrücke und Erfahrungen.
Die innere Einstellung und Haltung drückt sich in Bildern, Gefühlen und Stimmungen aus. Diese bestimmen, wie Dinge der Umwelt wahrgenommen und interpretiert werden.
Rational können wir die Einstellung und Haltung meist gar nicht beschreiben. “Welches Bild habe ich von meinem Gesprächspartner und in welcher Stimmung bin ich gerade?” Das sind zwei Fragen, mit denen Sie etwas über Ihre innere Einstellung zum Gespräch erfahren können.
 

ERFOLGS-TEAM: Gemeinsam an den Zielen arbeiten und Projekt effizienter voranbringen…

Ein neues interdisziplinäres Projekt hat begonnen. Ein neues Produkt soll eingeführt werden. Der Marketing-Mitarbeiter, Trainer, Leiter und der Geschäftsführer treffen sich wöchentlich zum “Erfolgsteammeeting”. Sie beginnen mit einer Aufwärmphase, die Ihnen hilft sich auf die Inhalte des Meetings einzustimmen. Das Kernstück des Meetings ist die zweite Runde. Hier bitten sich die Teilnehmer gegenseitig um Unterstützung. Dabei helfen Ihnen Fragen wie die folgenden:

  • Wo bin ich ins Stocken geraten? Wo möchte ich mehr Klarheit?
  • Welche Informationen benötige ich für meinen nächsten Schritt?
  • In welchem Bereich möchte ich besser vorankommen?

Die Teilnehmer schließen ihr Meeting nicht ohne die knappe Stunde reflektiert und Ziele für Ihr nächstes Meeting festgelegt zu haben.

Diese einfache, aber sehr wirkungsvolle Methode wurde von Ulrike Bergmann in den USA entdeckt. Dort sind sie als Success-Team entstanden und hat sich in offenen Gruppen entwickelt. Sie hat die Methode in Ihrem Buch Erfolgsteams beschreiben. Sie lässt sich nicht nur bei neuen Projekten anwenden. Sie eigenet sich auch sehr gut , wenn Führungskräfte sich weiterentwickeln wollen oder Mitarbeiter in einer Matrixorganisation zusammenarbeiten. Auch hier wird das gleich Prinzip angewendet. Die Abteilungsleiter oder die Mitglieder der Matrixorganisation treffen sich in regelmäßigem Abstand zu einer Erfolgsteamsitzung. Der Moderator unterstützt und steuert indem kollegialen Coaching-Prozess, indem er die Zile konkretisiert und die Ergebnisse protokolliert.

Alle Teammitglieder ziehen aus den Treffen einen Nutzen. Denn die Partner im Erfolgsteam kommen sich näher, wachsen zusammen und unterstützen sich bei der gemeinsamen Zielerreichung. Das Erfolgsteam schweißt die einzelnen Mitglieder auch über die reine Arbeitszeit des Erfolgsteams zusammen. Durch das Erfolgsteam entseht eine hohe Verbindlichkeit, indem die Mitglieder sich öffnen und mitteilen verbinden Sie sich mit den anderen Team-Partnern. Eine offene, wertschätzende und ergebnisorientierte Kommunikation wird verbessert und zielorientiertes Handeln gesteigert.

Szilard Sarosi hat bisher drei Erfolgsteams organisiert und bietet diese Methode als Berater seit 5 Jahren im Inhouse-Bereich an. Ihm verdanke ich den Tipp zu dieser Methode.

Und mehr über Szilard Sarosi unter der folgenden Internetadresse:
http://www.sarosi.de/

 

Projektmeetings: Ein Ort für ungezügelte Diskussionen?

“Mehrere Personen sitzen um einen Tisch herum. Alle reden durcheinander. Eine Person versucht immer wieder das Wort zu ergreifen. Doch alle anderen scheinen Ihnen zu ignorieren.”

Wenn diese Beschreibung auf ein Projektmeeting zutrifft, dann ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass am Ende brauchbare Ergebnisse zustande gekommen sind.
Spielregeln helfen in diesen Situationen wieder Herr der Lage zu werden und schaffen die Basis für akzeptierte Ergebnisse. Und vor allem: Es steigert Ihre Akzeptanz als Moderator!
Tipp:

  • Legen Sie als Leiter des Meetings Spielregeln fest. Vor allem für die folgenden Punkte: Wortmeldungen, Redezeit, fairer Umgang und wie mit Störungen umgegangen wird.
  • Bieten Sie an, dass die Teilnehmer weitere Spielregeln hinzufügen können. Bitten Sie dann um Zustimmung zu den Spielregel und stimmen darüber ab.
  • Schreiben Sie die Spielregeln auf ein Flip Chart. So haben alle Teilnehmer die Spielregeln immer vor Augen.
  • Bei Störungen können Sie sich dann immer auf die Spielregeln berufen. Dies hilft, selbst eine hitzige Diskussion wieder in ein konstruktives Miteinander zu verwandeln.

 

Projektmeetings: Ein Ort für ungezügelte Diskussionen

“Mehrere Personen sitzen um einen Tisch herum. Alle reden durcheinander. Eine Person versucht immer wieder das Wort zu ergreifen. Doch alle anderen scheinen Ihnen zu ignorieren.”

Wenn diese Beschreibung auf ein Projektmeeting zutrifft, dann ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass am Ende brauchbare Ergebnisse zustande gekommen sind.
Spielregeln helfen in diesen Situationen wieder Herr der Lage zu werden und schaffen die Basis für akzeptierte Ergebnisse. Und vor allem: Es steigert Ihre Akzeptanz als Moderator!
Tipp:

  • Legen Sie als Leiter des Meetings Spielregeln fest. Vor allem für die folgenden Punkte: Wortmeldungen, Redezeit, fairer Umgang und wie mit Störungen umgegangen wird.
  • Bieten Sie an, dass die Teilnehmer weitere Spielregeln hinzufügen können. Bitten Sie dann um Zustimmung zu den Spielregel und stimmen darüber ab.
  • Schreiben Sie die Spielregeln auf ein Flip Chart. So haben alle Teilnehmer die Spielregeln immer vor Augen.
  • Bei Störungen können Sie sich dann immer auf die Spielregeln berufen. Dies hilft, selbst eine hitzige Diskussion wieder in ein konstruktives Miteinander zu verwandeln.

 

Mit Zitaten gegen Killer-Phrasen zurückschießen

Mit Killerphrasen müssen Projektleiter rechnen, wenn Sie Ihr Projekt vorstellen und ein oder mehrere Teilnehmen gegen das Projekt sind. Killer-Phrasen nutzen sie um nicht einzelne Inhalte der Präsentation zu diskutieren, sondern den Projektleiter sprachlos zu machen. Daran können Sie dann zeigen, dass das ganze Projekt schlecht ist.
Eine beliebte Killer-Phrase ist: “Aber das haben wir noch nie so gemacht!”
Mit den folgenden Zitaten können Sie kontern:

  • “Alles ist richtig - auch das Gegenteil - nur: Zwar und aber ist nie richtig.” (Kurt Tuchholsky)
  • “Fremde Fehler sehen wir, die unsrigen aber nicht.” (Seneca)
  • “Si tacuisses, philosophus mansissis - Wenn du geschwiegen hättest wärst du Philosoph geblieben.” (Anicius Severinus Boethius)
  • “Nie zeichnet der Mensch den eigenen Charakter schärfer als in seiner Manier, einen fremden zu zeichnen.” (Jean Paul)

Teamregeln: Die Basis für eine gute Zusammenarbeit

Wie gut die Zusammenarbeit im Team klappt wird durch die Regeln bestimmt, nach denen die Teammitglieder handeln. Von der Vielzahl der Regeln sollten diejenigen schriftlich dokumentiert werden, die für die Zusammenarbeit die größte Bedeutung haben. Dies sind meist sieben bis neun Regeln oder Normen, die nicht verletzt werden dürfen. Mit Ihnen stellt das Team sicher, dass Arbeitsprozesse reibungslos verlaufen. Der Nutzen formeller Regeln besteht darin, dass sie kommunizierbar sind. Sie sind die formellen Regeln des Teams, sozusagen seine Teamverfassung. Diese Regeln sollten Sie sichtbar in den Räumen des Teams aufhängen.

Hier sind einige Vorschläge für Regeln, die sich ein Team geben sollte:

  • Jeder erkennt den anderen als gleichwertigen Partner an.
  • Jeder hat immer zu 100% subjektiv recht.
  • Die Rollen in unserem Team können sich ändern.
  • Jeder übernimmt die Aufgabe eines anderen, wenn dies erforderlich ist.
  • Meinungen sollen ständig herausgefordert werden. Schweigen bedeutet nie Zustimmung.
  • Zuhören ist genauso wichtig wie reden.
  • Konflikte werden nicht verschleiert, sondern aufgedeckt.
  • Meinungsverschiedenheiten sind keine Störfaktoren sondern der Anstoß für eine Konfliktklärung oder eine Verbesserung.
  • Innerhalb unseres Teams kritisiert und tadelt niemand den anderen.
  • Jede Meinung oder Erfahrung kann in Frage gestellt werden.
  • Jeder kann seinen Lernbedarf deutlich gemacht machen.
  • Im Team hat jeder die Informationen, die er braucht.
  • Alle Unterlagen stehen jedem immer zur Verfügung.
  • Entscheidungen werden nicht durch Mehrheitsbeschluss, sondern durch Einstimmigkeit gefällt werden.
  • Keiner führt eine Aktivität aus, die nicht vorher beschlossen wurde.
  • Jeder weiß immer, was die anderen tun.
  • Entscheidungen, Diskussions-/ Arbeitsergebnisse werden laufend festgehalten und visualisiert.
  • Neue Aspekte und Zielabweichungen werden immer kommuniziert und besprochen.
  • Die Einhaltung der Regeln wird beachtet. Sind die Regeln nicht mehr hilfreich, so müssen sie diskutiert werden.

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Was tun, wenn die Zuhörer bei einer Projektpräsentation Kritik äußern?

Kritik ertragen ist schwer. Insbesondere dann, wenn sie bei einer wichtigen Projektpräsentation geäußert wird. Dies nimmt nicht nur die Wirkung der Präsentation sondern rüttelt auch erschüttert auch die Glaubwürdigkeit des Projektleiters.
Was also tun, wenn Kritik zu erwarten ist.
Nehmen Sie den Kritikern schon in den ersten Sekunden der Präsentation den Wind aus den Segeln. Kündigen Sie an, dass Sie mit Kritik rechnen. Die Wirkung dieser Ankündigung ist verblüffend. denn dadurch folgenden Formulierungen entschärfen Kritik und Angriffe, bevor sie geäußert werden:

  • “Ich gehe davon aus, dass es eine intensive Auseinadersetzung um den Inhalt des Projektes geben wird.”
  • “Mir ist bewusst, dass Sie sich engagiert dafür einsetzen, dass die folgenden Forderungen in den Projektauftrag aufgenommen werden.”
  • “Ich erwarte, dass die Darstellung des Projektstatus kontrovers Diskussionen auslösen wird.”
  • “Ich rechne damit, dass die Darstellung des Projektstatus Sie aufrütteln wird.”
  • “Ich weiß, dass man den Projektauftrag aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann. Deshalb erwarte ich eine kritische Diskussion.”
  • “Auf die Diskussion über die Projektergebnisse bin ich gespannt.”

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Müssen Projektleiter abends länger arbeiten?

Nein. Denn es ist längst keine Tugend mehr als Letzter das Büro zu verlassen um seinen Fleiß zu zeigen. Vielmehr zeigt man heute Professionalität, wenn man sein Tagespensum in einer angemessenen Zeit erledigt. Darüber hinaus gewinnt man dadurch auch noch genügend Zeit sich zu regenerieren und ist wieder fit für den nächsten Tag.

Mit den folgenden Tipps verhindern sie, dass lästige Zeitfresser Ihnen den verdienten Feierabend rauben:

  • Beginnen Sie morgens pünktlich und beginnen Sie sofort mit der Arbeit. Kein Kaffee, kein Schwätzchen, kein Rundgang. Damit haben Sie mindesten eine Viertelstunde gespart.
  • Fertigen Sie eine Liste mit allen Aktivitäten an, die am Tag erledigt werden müssen. Dies verhindert, dass Sie sich verzetteln.
  • Kommt etwas Dringendes dazwischen, dann setzen sie es oben auf die Liste. Erledigen Sie dies sofort. Dann haben Sie den Kopf frei für ihre anderen Aufgaben.
  • Schieben Sie Lästiges gerne auf, dann arbeiten Sie die Liste einmal in der Woche von unten ab. So haben auch lästige Jobs eine Chance.

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Viele Fragen, wenig Zeit.

Die Präsentation dauerte länger als geplant. Jetzt bleiben nur noch wenig Zeit für eine Fragerunde. Doch schon als Sie die Folie mit den Satz: “Ihre Fragen bitte!” aufgelegt hatten, meldeten sich schon drei Teilnehmer. Was tun, damit jetzt die Fragerunde nicht auufert.

Die folgende Ankedote könne Sie erzählen, wenn sie den Teilnehmern verdeutlichen wollen, dass sie sich in der Fragerunde auf das Wesentliche zu beschränken:

“Mullah Nasrudin - der orientalische Till Eulenspiegel - eröffnete einen Kiosk und hängte ein Schild auf: “Für 5 Pfund werden 2 Fragen über einen beliebigen Gegenstand beantwortet”. Ein Mann, der 2 dringende Fragen hatte, übergab sein Geld und sagte: “5 Pfund ist ziemlich teuer für 2 Fragen, nicht wahr?” “Ja”, sagte Nasrudin, “und die zweite Frage?” ·

Die zweite Möglichkeit ist, die Zuhörer scherzhaft zu ermahnen: “Ich hoffe, Sie gehen nicht so verschwenderisch mit Ihren Fragen um. Wir haben nur bis … Uhr Zeit; da sollten wir uns auf das wirklich Wichtige konzentrieren.”

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Oft kommt es anders als man denkt.

Der Tag war noch in Ordnung bis der Projektleiter Peter P. das Büro betrat. Auf seinem Schreibtisch lag ein Zettel. Bitte rufen Sie umgehend Herr Anton A. an. Das war sein Auftraggeber und dieser rief meist nur an, wenn es etwas dringendes zu besprechen gab. So war es dann auch. Er war mit einer Teillieferung unzufrieden und verlangte noch ein Meeting mit allen Beteiligten an diesem Tag.
So etwas passiert nicht jeden Tag, aber immer wieder. Mit den folgenden sieben folgenden sieben Fragen können Sie ihren geplanten Tagesablauf  blitzschnell umplanen:

  1. Welche Termine können verschoben oder abgesagt werden?
  2. Welche Besprechungen können vertagt oder verkürzt werden?
  3. Welche Telefonate, Mails, Faxe oder Briefe können aufgeschoben werden?
  4. Welche für den Tag geplanten Aktivitäten können auf einen anderen Tag verschoben werden?
  5. Wer kann welche Tätigkeiten übernehmen?
  6. Was kann schneller erledigt werden und wie?
  7. Welche Aktivitäten können so gegliedert werden, dass heute nur noch die wichtigsten Teile davon zu erledigen sind?

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